Hochmotiviert nach Australien: Sven Ottke will seine Mitstreiter hinter sich lassen und als „Dschungelkönig 2020“ die Show verlassen.
Hochmotiviert nach Australien: Sven Ottke will seine Mitstreiter hinter sich lassen und als „Dschungelkönig 2020“ die Show verlassen. | Foto: TV NOW/Arcy Shirazi

Teilnahme bei TV-Show

Karlsruher Ex-Box-Weltmeister Sven Ottke will im Dschungelcamp keine Schlägerei anzetteln

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Er zieht dieses Mal nicht in den Ring, sondern in den Dschungel: Der ehemalige Karlsruher Box-Weltmeister Sven Ottke fliegt am 7. Januar nach Australien und nimmt an der TV-Show „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!“ teil. Die beliebte RTL-Sendung findet in diesem Jahr bereits zum 14. Mal statt. Die erste Folge wird am Freitag, 10. Januar, ab 21.15 Uhr ausgestrahlt.

Der 52-jährige gebürtige Berliner wohnt seit Anfang der 1990er Jahre in Karlsruhe, wo er 1993 seine ehemalige Frau Gaby Reha heiratete, mit der er zwei Kinder hat. Seine Tochter Rebecca begleitet ihn sogar nach Australien. Mit seiner aktuellen Partnerin folgte eine weitere Tochter.

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Nach seiner Karriere sahen die Fernsehzuschauer das Karlsruher „Phantom“ – so lautete sein Kampfname – bereits 2006 in der Show „Dancing on Ice“ und 2008 bei der Wok-WM. Sportlich hat Ottke mittlerweile mit dem Golfen eine neue Leidenschaft gefunden. Ansonsten versucht er, jeden zweiten Tag zu laufen und zwischendurch Krafttraining zu machen. „Für mein Alter bin ich fit“, schätzt er seinen körperlichen Zustand ein. Sein früheres Kampfgewicht waren 76 Kilogramm, heute sind es zehn Kilo mehr.

Ex-Boxweltmeister will Dschungelkönig werden

Ottke hat noch nie verloren. Er gewann alle seiner 34 Profiboxkämpfe. Deshalb möchte er auch das Dschungelcamp als Sieger verlassen. „Falls eine Situation kommt, in der das Nervenkostüm sehr dünn ist, und wenn dann irgendein Depp daherkommt, der mir ans Bein pinkeln will. Dann kann es schon sein, dass ich böse werde“, sagt der ehemalige Profiboxer. Am Dschungel reizt ihn die Herausforderung. Er sieht das Ganze als Experiment und als Möglichkeit, Grenzerfahrungen zu sammeln.

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Das mögliche Siegergeld möchte er komplett für karitative Zwecke spenden. Er hat auch selbst einen Verein „Sven hilft“. „Mit der Antrittsgage möchte ich daraus eine Stiftung machen“, erklärt Ottke.„Wir unterstützen mit dem Verein Kinder, die Anpassungsprobleme haben.“

Nichtstun wird die größte Herausforderung

Sollte es im Camp zu Konflikten kommen, würde der ehemalige Boxer allerdings keine Schlägerei anzetteln, sondern einfach umdrehen und einen Meter weitergehen, sagt er. Sein Plan ist, eher der Schlichter zu sein. „Ich bin harmoniebedürftig und der Meinung, man sollte im Camp nicht den Respekt verlieren“, so Ottke weiter. Wenn man sich achte, könne das auch klappen und Spaß machen. „Vielleicht platzt mir auch mal der Kragen. Aber ich hoffe nicht“, fährt der Karlsruher fort.

Die größte Herausforderung werde für ihn, den ganzen Tag nichts zu tun. „Da werde ich wahrscheinlich irgendwann mal anfangen, Liegestütze oder Kniebeuge zu machen oder keine Ahnung was“, sagt der 52-Jährige. „Spazierengehen wird auch eng, habe ich mir sagen lassen.“

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Was Regina Halmich darüber denkt

Etwas überrascht über die Teilnahme Ottkes zeigte sich die ehemalige Karlsruher Boxweltmeisterin Regina Halmich. „Wenn er auf das Abenteuer Lust hat, wünsche ich ihm viel Glück“, sagte sie den Badischen Neuesten Nachrichten. Ottkes langjährige Weggefährtin wird sich die Staffel anschauen und hofft, dass er gute Mitstreiter hat. Sie weiß, wie harmoniebedürftig er ist. „Doch die Zuschauer möchten so viel Harmonie nicht sehen“, fügt Halmich hinzu. „Er soll eine gute Figur machen.“

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Sportler gelten eher als langweilig

Auf seine Chancen angesprochen, sagt Halmich: „Jeder wird sich so zeigen, wie er ist.“ Von Ottke erwarte sie, dass er das Team anführen werde, da er einer der älteren Teilnehmer sei. Ihr Tipp: „Er soll sich nicht von den Jungen auf der Nase herumtanzen lassen und authentisch sein.“ Er dürfe alles, nur nicht langweilig sein. Dafür seien die Sportler im Camp bekannt. „Okay, Thorsten Legat war eine Ausnahme“, gibt die ehemalige Boxerin zu. Ihr musste Ottke übrigens versprechen, keine lebendigen Tiere bei den Prüfungen zu essen.

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