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Sexuelle Erpressung im Netz

21-Jähriger aus dem Murgtal zum Opfer von „Sextortion“ geworden

Leider kann man die Situation des Geschädigten nicht mehr rückgängig machen. Allerdings ist es jetzt umso wichtiger weitere Opfer schützen zu können.

Der Fall des 20-jährigen Opfers macht deutlich, wie wichtig es ist, sich trotz der Anonymität im Internet zu schützen. (Symbolbild) Foto: Jens Wolf/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild

Wie das Polizeipräsidium Offenburg mitteilte, ist am Mittwochmorgen ein 20-Jähriger Opfer von sogenannter Sextortion geworden.

Sextortion ist eine bestimmte Deliktsform, bei welcher dem Opfer mit der Veröffentlichung von Nacktfotos oder -Videos gedroht wird. Wie auch der aktuelle Fall zeigt, ist die Vorgehensweise der Täter recht einfach, hinterhältig und aus Sicht der Polizei zu oft erfolgreich. Nachdem die Kontaktaufnahme über eine soziale Plattform erfolgte, folgt die Aufforderung, die Unterhaltung in einen Videochat zu verlegen. Dabei entledigt das meist äußerst attraktive Gegenüber erstaunlich schnell seiner Kleidung , fordert das Opfer auf, ebenfalls die Hüllen fallen zu lassen und in letzter Instanz auch sexuelle Handlungen an sich vorzunehmen. Kommt das Opfer den Aufforderungen nach, wird der Videochat zeitnah abgebrochen. Es folgt jedoch eine Drohung mit der Veröffentlichung der zuvor gefertigten Nacktaufnahmen des Opfers. Die Veröffentlichung könne nur mit der Begleichung eines größeren Geldbetrags verhindert werden.

Empfehlungen der Polizei, wie Sie sich vor dieser Deliktsform schützen können:

  • Stimmen Sie nicht vorschnell einem Videochat zu.
  • Im Zweifel: kleben Sie die Chatkamera zunächst ab, um lediglich verbal zu kommunizieren und das Geschehen zu beobachten.
  • Stimmen Sie keinen Entblößungen oder intimen Handlungen in Videochats zu, wenn Sie die Person erst seit kurzem kennen.

Wenn Sie bereits Opfer von Sextortion geworden sind, empfiehlt Ihnen die Polizei Folgendes:

  • Überweisen Sie kein Geld. Die Erpressung hört nach der Zahlung meist nicht auf.
  • Erstatten Sie Anzeige bei der Polizei.
  • Kontaktieren Sie den Betreiber der Seite und veranlassen Sie, dass das Bildmaterial gelöscht wird. Nicht angemessene Inhalte kann man dem Seitenbetreiber über eigens hierfür eingerichtete Buttons melden.
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