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An diesem Freitag

Nacht der offenen Kirchen in Baden-Baden: Gotteshäuser zeigen ihre Vielfalt

Das kirchliche Leben in der Stadt ist bunt, wird in seiner Breite aber kaum wahrgenommen. Am Freitag, der Nacht der offenen Kirchen, soll sich das ändern.

Kirchenvertreter: Christoph Müller, Pfarrer Arno Knöbel, Paul Hochstuhl und Paul-Gerhard Leihenseder (von links) freuen sich auf Freitagabend. Foto: Christiane Krause-Dimmock

Eine Lichtmeditation in der Dreieichenkapelle, eintauchen in die Geburtsstunde der Evangelisch-Methodistischen Gemeinde, ein spiritueller Rundgang durch die Bilderwelt der Spitalkirchenfester oder etwa ein historischer Exkurs in die abwechslungsreiche Geschichte der ehemaligen „All Saints Church“ am Gausplatz: Das kirchliche Leben in der Stadt ist bunt und wird vielfach gar nicht in seiner üppigen Breite wahrgenommen. Am Freitag, der Nacht der offenen Kirchen, soll sich das ändern.

Es sind eindrucksvolle Vorbereitungen, die im Vorfeld bereits im Gange sind – von musikalischen Darbietungen über Lesungen, Filme, Bildergeschichten und Gebete bis hin zu einem Besinn-Dich-Pfad, auf dem sich 17 Kirchen aus dem Rebland, der Innenstadt, Haueneberstein, Geroldsau, der Weststadt und Ebersteinburg einen Abend lang präsentieren.

Damit betreten die Organisatoren der ACK (Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Baden-Baden) keineswegs Neuland. Es ist bereits die fünfte Nacht der offenen Kirchen. „Und wir hoffen natürlich, dass auch das Wetter mitspielt“, erinnert Christoph Müller an die verregnete Veranstaltung von vor drei Jahren.

Programmflyer der „Nacht der offenen Kirchen“ dient als Fahrkarte

Denn die Uhrzeiten und Events sind so angelegt, dass es gelingen sollte gleich mehrere mitzuerleben. Zu planen lohne sich also, verweist Pfarrer Arno Knöbel von der Friedensgemeinde auf die Programmblätter, die in den Kirchen und Pfarrbüros ausliegen. Darin finden die Interessenten einen guten Überblick über die Angebote.

Doch der Flyer hat noch einen ganz besonderen Charme. „Die Stadtwerke unterstützen uns an diesem Abend“, verweist Knöbel auf kostenlose Fahrten mit den örtlichen Bussen der Linien 201, 203, 214 und 216, bei denen lediglich der Flyer anstelle einer Fahrkarte vorgezeigt werden müsse. Auch die Veranstaltungen selbst sind kostenlos, wobei das Angebot der Friedensgemeinde zur musikalischen Lesung und Buchvorstellung bereits ausgebucht ist.

Insgesamt wolle man mit diesem Angebot die Vielfalt des christlichen Miteinanders erfahrbar machen. Denn die Kirchen und Kapellen sind geprägt von einer großen Vielfalt.

Programmpunkte teilweise aufeinander abgestimmt, damit Besucher mehrere erleben können

Wirklich alle Beiträge kennenzulernen ist kaum zu schaffen. Ein Problem, um das man bei der ACK durchaus wisse, weil die Teilnehmer hierüber häufig ihr Bedauern zum Ausdruck bringen. Man werde darüber nachdenken, erklärt Christoph Müller.

Im Rebland habe man versucht diesem Problem Rechnung zu tragen, verweist Paul Hochstuhl darauf, dass hier die Uhrzeiten aufeinander abgestimmt wurden. In Varnhalt soll es ein 40-minütiges Konzert mit Lesung geben, während im Anschluss in der Matthäuskirche das Motto „Bibelworte – Stille – gute Gedanken“ vorherrscht, ehe in St. Jakob zum Abschluss die Komplet, also das Nachtgebet, gefeiert wird.

Zum Abschluss Nachtgebet in der evangelischen Stadtkirche

In der City hat der Teilnehmer allerdings die Qual der großen Auswahl, ehe zum Abschluss nochmals unterstrichen wird, dass Glaube auch mit Gemeinschaft zu tun hat. Um 22 Uhr wird zu einem außergewöhnlichen Nachtgebet in die Evangelische Stadtkirche eingeladen.

Für Raum- und Klang-Kompositionen sorgen dort Kantor Alain Ebert und Ben Schneider, der die Veranstaltung optisch inszeniert. Gemeinsam führen sie auf diese Weise durch den Psalm 139, der eingefasst wird von Musik, von Lichteffekten, Liedern, Schriftlesung, Gebet und Segen.

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