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Wintersportler verwundert

Impfgegner sprechen bei Corona-Demo an der Schwarzwaldhochstraße

Angekündigt war eine Kundgebung von Gegnern von Corona-Maßnahmen und -Impfung. Am Ende waren aber mehr Wintersportler als Demonstranten vor Ort.

Für die Impfgegner-Demo in Unterstmatt war extra ein Parkplatz gesperrt worden. Foto: Benedikt Spether

Im Hinblick auf die vielen Ausflügler der vergangenen Wochen rechneten die Organisatoren vermutlich mit mehr Zuhörern bei der ersten „Schneedemo“ an der Unterstmatt.

Eigens wurde ein Teil des Parkplatzes für die Kundgebung mit den Themen der zwei Hauptredner „Impfen, nein Danke“ sowie „Ja zu Freiheit und Selbstbestimmung“ gesperrt. Gekommen sind nach Schätzung der Polizei etwa 35 Personen.

Anmelderin und Redner wollen anonym bleiben

Veranstalterin der Kundgebung war Sandra Bruckner, die ihren Namen, wie die beiden Hauptredner, nicht offiziell nennen wollte. Zu der Veranstaltung wollte sich Bruckner auf Anfrage nicht äußern. „Ich möchte heute keine Interviews geben“, sagte sie.

Marco Kurz, einer der Hauptredner, wollte ebenfalls seinen Namen nicht offiziell bekannt geben. In seinem Redebeitrag sprach er über das Grundgesetz sowie über die Rede- und Versammlungsfreiheit und Meinungsfreiheit, kritisierte aber im gleichen Atemzug „Journalisten der Einheitspresse“.

Keine Maskenpflicht für Teilnehmer

„Die dürfen doch ihre Meinung hier frei sagen. Dann gibt es ja auch keine Einschnitte in das Grundgesetz. Und warum haben die keine Masken auf?“, stellte eine Wintersportlerin verwundert fest.

Von Seiten der Stadt Bühl hatte es keine „scharfen Auflagen“ gegeben: Der Mindestabstand musste aber eingehalten werden. Eine Maskenpflicht galt für die Teilnehmer nicht.

„Wurde überhaupt ein wissenschaftlicher Beweis gebracht, dass Corona tödlich ist?“, fragte eine unbekannte Rednerin in einem weiteren Beitrag. Ein Schlag ins Gesicht für all diejenigen, die durch das Virus einen Menschen verloren haben.

Einige Zuhörer blieben kurz mit ihren Skiern und Schlitten an der Kundgebung stehen, gingen dann aber weiter. Für einige Passanten stellte sich zudem die Frage, ob eine solche Veranstaltung notwendig ist im Hinblick auf die aktuelle Verkehrssituation an der Schwarzwaldhochstrasse und auf die Corona-Pandemie.

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