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Mittelbadische Kirchengeschichte

Vor 200 Jahren war der Kirchgang in Zell mit Lebensgefahr verbunden

Wenn der Kirchgang mit Lebensgefahr verbunden ist: Die Gesundheit war eines der Argumente, mit der sich die Gemeinde Zell vor 200 Jahren die Erlaubnis erkämpfte, künftig im nahen Unzhurst statt im weit entfernten Vimbuch den Gottesdienst besuchen zu dürfen.

Zell in alter Zeit: Nach dem Dreißigjährigen Krieg war der Ort Teil des Kirchspiels Vimbuch, nachdem er zuvor zum Schwarzacher Kloster gehört hatte. Die Kapelle ist in den 1860er Jahren entstanden. Foto: Stadtgeschichtliches Institut Bühl

Der Kirchgang ist gefährlich. Krankheit und gar Tod drohen den Menschen, die ihn auf sich nehmen. So argumentiert die Gemeinde Zell, als sie sich vom Kirchspiel Vimbuch lösen und dem nahen Unzhurst anschließen möchte. Es ist der weite Weg nach Vimbuch, der ihnen Sorge bereitet – und es ist ein weiter Weg, bis die Behörden der Umpfarrung im Frühjahr 1821, vor 200 Jahren, zustimmen.

Seit dem Ende des Dreißigjährigen Kriegs ist Zell ein Filialort des Vimbucher Kirchspiels. Erste Bestrebungen der „Katholischen Kirchenkommission“ in Bruchsal, den Ort nach Unzhurst zu delegieren, sind für 1806 belegt. Der Vimbucher Pfarrer Benedikt Wehrle hat in diesem Jahr eine entsprechende Anfrage zu beantworten.

Gewünscht werden Auskünfte zum Einkommen des Vimbucher Pfarrers und zu den Entfernungen von Zell nach Unzhurst, Ulm und Moos (womit wohl die möglichen neuen Mutterkirchen bezeichnet sind). Wehrle rät ab: Kirche und Friedhof in Unzhurst seien zu klein.

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