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Ungewissheit wegen Corona

Gaggenau plant umfangreiches Programm zum 100-jährigen Stadtjubiläum

Vor 100 Jahren hat Gaggenau die Stadtrechte verliehen bekommen. Die Stadtverwaltung plant, das Jubiläumsjahr mit Veranstaltungen, Konzerten und Ausstellungen zu feiern.

Licht und Musik: Das Kurparkfest in Bad Rotenfels zählt zu den zahlreichen Jubiläumsveranstaltungen in diesem Jahr. Für das 100-Jährige soll es spezielle Licht-Ornamente geben – ähnlich wie im Foto aus dem Jahr 2015. Foto: Andrea Fabry

In diesem Jahr feiert Gaggenau 100-jähriges Stadtjubiläum. Trotz Corona setzt die Stadtverwaltung auf zahlreiche Aktionen und Veranstaltungen. „Das Jubiläum soll uns das ganze Jahr begleiten“, sagte Oberbürgermeister Christof Florus (FWG) bei einem Pressegespräch am Mittwoch.

Deshalb hat ein Team von Mitarbeitern der Stadtverwaltung – beteiligt sind das Kulturbüro, die Wirtschaftsförderung, das Stadtarchiv sowie die Stabstelle Medien und Kommunikation – ein Festprogramm auf die Beine gestellt. Die Projektleiterin Susanne Schultheiss präsentierte die zentralen Programmpunkte: Der Höhepunkt sei das dreitägige Stadtfest vom 16. bis 18. September, das am 15. September durch einen Festakt in der Jahnhalle eingeleitet wird.

„Der Festakt ist vergleichbar mit dem Neujahrsempfang“, erklärte Schultheiss. Es werde eine Rede von OB Florus sowie Musikdarbietungen geben. Das dreitägige Stadtfest im Anschluss soll in der Innenstadt über die Bühne gehen. Nach Schultheiss Aussage sind unter anderem Live-Konzerte auf einer Bühne am Marktplatz sowie Auftritte von Straßenkünstlern geplant.

Der Filmklassiker hat ebenfalls sein 100-jähriges Jubiläum.
Susanne Schultheiss, Projektleiterin

Auch im Frühjahr soll es mehrere Veranstaltungen zum Stadtjubiläum geben. Das Merkur-Filmcenter Ottenau zeigt am 28. April in Kooperation mit dem Kulturring Gaggenau den ersten Teil des Filmklassikers „Dr. Mabuse“ von Fritz Lang. Am 6. Oktober 2022 soll der zweite Teil im Ottenauer Lichtspieltheater laufen. Zur Filmauswahl sagt Schultheiss: „Der Filmklassiker hat ebenfalls sein 100-jähriges Jubiläum.“ Schließlich sei er 1922 erschienen.

Ein weiterer Höhepunkt sei das Kurparkfest in Bad Rotenfels, betonte Schultheiss. Dort wolle das städtische Kulturbüro am 24. und 25. Juni das „100-Jährige“ durch Licht-Ornamente in Szene setzen. Mehr verriet die Projektleiterin noch nicht. Zwischen dem 15. und 16. Juli sind dann Auftritte junger Bands aus Gaggenau unter dem Motto „Live & Local“ geplant – auf einer Open-Air-Bühne auf dem Marktplatz.

Die junge Bandszene hat die Chance, sich zu präsentieren.
Ute Acri, stellvertretende Kulturamtsleiterin

„Die junge Bandszene hat die Chance, sich zu präsentieren. Das ist auch ein wenig ein Ersatz für die vielen ausgefallenen Auftritte während der Corona-Pandemie“, sagte Ute Acri, stellvertretende Kulturamtsleiterin in Gaggenau. Zudem soll die klag-Bühne ebenfalls Teil des Festprogramms sein. Dort würden am 30. September die Goldenen Zwanziger mit einem Auftritt der Herrenkapelle aufleben, betonte Acri.

Zu weiteren wichtigen Eckpunkten im Jubiläumsjahr zählt OB Florus die Eröffnung des Erweiterungsbaus des Unimog-Museums. Er freut sich auch, dass das neue Waldseebad im Frühsommer eröffnen soll, nachdem im vergangenen Jahr der Eröffnungstermin geplatzt war.

Corona als Unbekannte für Veranstaltungen in Gaggenau

Während der Zeitplan für das Bad und das Unimog-Museum in erster Linie vom Baufortschritt abhängt, gibt es vor allem bei den geplanten Festen und Veranstaltungen 2022 eine große Unbekannte: Corona. „Ich bin zuversichtlich, dass die Veranstaltungen in einem angemessenen Rahmen stattfinden können“, betonte Florus. „Die Menschen sehnen sich nach solchen Aktionen.“

Im Notfall müssten die Veranstaltungen mit weniger Menschen oder online stattfinden. Auch eine Verlegung der Termine sei dann nicht ausgeschlossen, so Florus. „Wir hoffen, dass es nicht so weit kommt.“

Neben den Veranstaltungen will die Verwaltung die Bürger für die Geschichte der Stadt sensibilisieren. „Wir hören immer wieder, dass sich die Menschen über die wenig vorhandenen alten Gebäude wundern“, sagte Judith Feuerer, Pressesprecherin der Stadt. Vielen sei nicht klar, dass Gaggenau im Zweiten Weltkrieg zu 70 Prozent zerstört worden ist.

Mit dem bereits erschienenen Festkalender sowie weiteren Präsentationen wolle man „Aufklärung betreiben“, betonte Feuerer. Laut Archivleiterin Karin Hegen-Wagle sind außerdem Ausstellungen, unter anderem ein dauerhafter Rundgang durch die Stadt, geplant.

In der City soll das Festlogo mit dem Motto „Wir sind 100 Jahre Stadt Gaggenau“ verstärkt sichtbar werden – mit Plakaten, Bannern, Aufklebern. In die Jubiläumsaktionen würden zudem die Händler in der Innenstadt eingebunden. Wie genau das aussehen wird, ließ das Projektteam offen. Das werde eine Überraschung, hieß es.

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