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Stichtag im Dezember

Dekanat Rastatt uneinig über Teilung der Pfarrei

Eine Pfarrei oder zwei? Diese Frage beschäftigt die 80.000 Katholiken, die aktuell im Dekanat Rastatt zusammengefasst sind. Die Mitglieder des Dekanatsrats sind sich nicht einig.

St. Laurentius Bad Rotenfels Kirche Mutterkirche Foto: Kocher Joachim

Im Zuge der Kirchenentwicklung 2030 der Diözese Freiburg sollen die zukünftigen Grenzen für eine „Pfarrei neu“ des Dekanats Rastatt festgelegt werden. In der Diskussion stehen zwei Varianten. Diese wurden bereits in den Kirchengemeinden und im Dekanat im Jahr 2019 diskutiert und Rückmeldungen an das Erzbischöfliche Ordinariat gesendet. Die Vollversammlung des Dekanatsrats beschäftigte sich jetzt zum wiederholten Male mit der Frage der Raumplanung.

Stichtag für Entscheidung steht

Bis zum 10. Dezember muss im Dekanat Rastatt entschieden werden, ob es eine Teilung in zwei neue Pfarreien geben soll oder ob das Gebiet von Forbach bis Rastatt, Iffezheim bis Durmersheim eine einzige Pfarrei wird.

Vorschlag eins sieht vor, dass das Dekanat Rastatt, das bereits als operative und pastorale Ebene existiert, in seinen Grenzen erhalten bleibt und als eine Pfarrei geführt wird. Diese Version könnte eine langfristige Lösung für die Zukunft sein, mit einem möglichen Zentrum für die neue Pfarrei in Gaggenau. Positiv wäre, dass so mehr Möglichkeiten für hauptamtliches Personal in Bezug auf Vielfalt, Schwerpunktsetzung und Flexibilität zu erreichen wäre. Jedoch müsste Kirche bei dieser Größe zwangsläufig anders und neu gedacht werden, was neue Kreativität fördern könnte.

Der zweite Vorschlag sieht eine Teilung des Dekanats Rastatt mit zwei neuen Pfarreien vor. Die Grenze könnte im Vorderen Murgtal verlaufen. Die halbierten Größen entsprechen jeweils einem weitgehend einheitlichen soziokulturellen Lebensraum. Dies könnte eine bessere Erreichbarkeit und Infrastruktur bedeuten und eine größere Übersichtlichkeit vor allem für die Leitung. Die kürzeren Wege könnten eine größere Nähe zu den Menschen ermöglichen, wenngleich die geteilte Lösung möglicherweise höhere Kosten verursacht.

Es steht elf gegen zwölf

Beide Vorschläge wurden noch einmal kontrovers in der Vollversammlung diskutiert. Am Ende zeigten sich die Delegierten uneinig. Elf Mitglieder stimmten für die große Lösung. Zwölf Mitglieder bevorzugen die Teilung in zwei Pfarreien. Zwei Mitglieder enthielten sich. Die Vorschläge werden von den Pfarrgemeinderäten und der Dekanatskonferenz ebenfalls noch einmal diskutiert.

Aus den gesammelten Ergebnissen der drei Gremien wird ein dritter Entwurf erstellt, der dann in den diözesanen Räten sowie in den diözesanen Leitungs- und Beratungsgremien zur Diskussion gestellt wird. Bis Februar 2021 soll eine Entscheidung des Erzbischofs über die Zukunft des Dekanats Rastatt vorliegen.

In der Vollversammlung des Dekanatsrats wurden turnusgemäß Vorsitzende, sowie Stellvertreter und Beisitzer des Vorstands neu gewählt. Die bis zur Sitzung amtierende Vorsitzende Birgitta Biermann stellte sich nicht mehr zur Verfügung. Als neue Vorsitzende des Dekanatsrates wurde Monika Illig (Seelsorgeeinheit Vorderes Murgtal, Gaggenau-Oberweier) gewählt, die sich vielfältig in ihrer Kirchengemeinde engagiert.

Wiedergewählt zur stellvertretenden Vorsitzenden wurde Ellen Markert (Seelsorgeeinheit Gaggenau), die Monika Illig mit ihrer Erfahrung im Vorstand des Dekanatsrats unterstützen wird. Als Beisitzer im Vorstand wollte der Dekanatsrat junge Mitglieder gewinnen. Der 21-jährige Samuel Kraft aus der Seelsorgeeinheit Gaggenau-Ottenau, der sich in der Jugendarbeit und im Pfarrgemeinderat engagiert, wurde neuer Beisitzer und Stellvertreter im Diözesanrat. Als Delegierte zum Diözesanrat wurde Monika Illig gewählt, als Stellvertreterin Ellen Markert. Zweiter Delegierter im Diözesanrat ist von nun an Philipp Quarz aus der Seelsorgeeinheit Ottenau, der sich in der Jugendarbeit engagiert.

Zum Dekanatsrat hinzugewählt wurden Nicole Day (Seelsorgeeinheit Gaggenau) und Alfred Müller (Seelsorgeeinheit Vorderes Murgtal, Gaggenau-Oberweier). Ständige Mitglieder im Vorstand des Dekanatsrats sind weiterhin Dekan Josef Rösch (Pfarrer in Gernsbach) und André Scholz, Dekanatsreferent.

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