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Bunter Forst statt Waldsterben

Klimawandel beschleunigt den Umbau des Waldes im Murgtal

Die Forstverwaltung Gaggenau setzt neben Naturverjüngung gezielt auf die Pflanzung klimaangepasster Baumarten. Dabei ist die Vielfalt und richtige Mischung an Baumarten wichtig.

„Der Wald wird sich verändern, er wird vielfältiger und bunter“, sagte Markus Krebs, Leiter der Forst-Bezirksverwaltung in Gaggenau Foto: Joachim Kocher

In Zeiten des Klimawandels und zunehmender Dürreperioden entwickelt die Forstverwaltung in Gaggenau gezielt an den Standort angepasste Mischwälder. Das tut sie primär über Naturverjüngung und indem sie die Mischung gezielt durch Durchforstungen und Pflegeeingriffe reguliert. „An manchen Waldorten müssen wir auch gezielt pflanzen“, sagt Markus Krebs, der Leiter des Forstbezirks Gaggenau.

Gepflanzt wird dort, wo ein Baumartenwechsel – beispielsweise hin zu Eiche – ohne aktive Unterstützung viele Jahrzehnte oder Jahrhunderte benötigt würde. Die sich abzeichnende Geschwindigkeit des Klimawandels lässt dem Ökosystem Wald vermutlich nicht die erforderliche Zeit dafür, Baumarten ausschließlich über Naturverjüngung anzupassen, erklärt Krebs.

Dennoch bezeichnet Krebs die Naturverjüngung als wichtiges Instrument. Der Wald erneuert sich zu deutlich mehr als 90 Prozent auf diesem Wege – also durch Samen, die von den Bäumen herabfallen. Dort, wo der Samen hinfliegt und günstige Bedingungen vorfindet, geht er auf und wird zum Baum.

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