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Betreuungseinrichtungen öffnen wieder

Schulstart in Gaggenau unter Pandemiebedingungen

Der erste Tag nach den Sommerferien ist immer ein spannender Tag im Schülerleben. Dieses Jahr ist der Schulstart mit noch mehr Fragen und auch Hoffnungen verknüpft.

Nicht mehr lange verwaist - der Hof der Merkurschule Gaggenau. Foto: Slobodan Mandic

Nachdem im vergangenen Schuljahr Corona bedingt viel Unterricht zuhause stattgefunden hat, soll es nun wieder Präsenzunterricht geben. „Die Schulen sind gut vorbereitet“, heißt es in einer Mitteilung aus dem Rathaus.

Allerdings werde es auch nur funktionieren, wenn sich alle Beteiligten an die Regeln halten. Alle Schulen haben Hygienepläne und Vorgaben zur Umsetzung von präventiven Maßnahmen. Zunächst müssen alle Kinder ab den fünften Klassen ab Montag daran denken, immer einen Mund-und Nasenschutz dabei zu haben. Denn nur während des Unterrichts darf die Alltagsmaske abgenommen werden. Die Grundschüler brauchen keinen Schutz zu tragen. Für sie gilt die Pflicht lediglich in den öffentlichen Verkehrsmitteln.

Froh ist die Stadt darüber, dass sie ab Montag wieder alle städtischen Betreuungsformen für Schulkinder anbieten kann. Lediglich die Ganztagsschulen starten ihr Angebot teilweise erst – wie auch in den Vorjahren - ab dem 15. September.

Möglichst keine Mischung der Klassenstufen

Um eine Durchmischung der Jahrgangsstufen möglichst zu vermeiden, werden abhängig von den zur Verfügung stehenden Räumlichkeiten und Betreuungskräften in den verlässlichen Grundschulen (VGS) Gruppen gebildet. Alle VGS-Eltern erhalten diese Woche noch ein Informationsschreiben von Oberbürgermeister Christof Florus mit Details.

Im neuen Schuljahr können die Schüler auch wieder in ihren Mensen ein Mittagessen einnehmen. Dabei gehen die Klassenstufen getrennt zum Mittagessen in die Schulmensa, so dass auch während des Essens keine Durchmischung der Schüler erfolgt.

Die Schulleitungen haben die Stundenpläne, Arbeitsgemeinschaften und insgesamt die Abläufe den Vorgaben des Kultusministeriums angepasst, so dass die Klassenstufen im Ganztag möglichst nicht gemischt werden.

Wie auch das Kultusministerium setzt die Stadt auf das Verantwortungsbewusstsein jeder Familie, dass sie mit den Kindern Hygieneregeln umsetzt. Schüler, die in den letzten 14 Tagen Kontakt mit einer infizierten Person hatten oder haben, dürfen ebenso wenig in die Schule kommen wie Schüler mit typischen Symptomen einer Infektion mit dem Coronavirus. Dazu zählt Fieber ab 38°C, trockener Husten (nicht durch chronische Erkrankungen wie bsp. Asthma verursacht) und Störung des Geschmacks- oder Geruchssinns (nicht als Begleitsymptom eines Schnupfens). Ebenso dürfen Kinder nicht die Schule besuchen, wenn sie aus einem sogenannten Risikogebiet zurückgekehrt sind und eine Quarantäne gilt.

Schnupfen ohne weitere Krankheitszeichen ist, genauso wie leichter oder gelegentlicher Husten oder Halskratzen, kein Ausschlussgrund. Umfangreiche Informationen dazu finden sich auf der Internetseite des Kultusministeriums. Alle Schüler werden über ihre Schulen auch noch aufgefordert, eine Gesundheitsbescheinigung auszufüllen.

Lernbrücken

In manchen Gaggenauer Schulen drückten bereits die letzten zwei Wochen einige Schüler die Schulbank. Sie wurden im Rahmen der so genannten Lernbrücken unterstützt, Defizite, die im letzten Schulhalbjahr entstanden sind, aufzuarbeiten. Für Kinder der Hebel- und Hans-Thoma-Schule fand das Angebot an der Hebelschule statt. Grundschüler aus Michelbach, Sulzbach, Bad Rotenfels und Hörden trafen sich in der Michelbacher Grundschule. Insgesamt waren 54 Grundschüler für die Lernbrücken angemeldet. Weitere Lernbrücken wurden an der Realschule, der Merkurschule und am Goethe-Gymnasium angeboten, die von rund 80 Schülern besucht wurden. Allerdings haben nicht alle Schüler, die das Angebot erhalten hatten, auch die Chance genutzt, teilt die Stadt mit. Insgesamt sei der Start der Lernbrücken problemlos verlaufen auch wenn es aufgrund der Zusammenlegung der Schüler nicht leicht gewesen sei auf die unterschiedlichen individuellen Rückstände einzugehen. Gefördert wurden die Kinder entsprechend den Landesvorgaben vor allem in Mathematik und Deutsch.

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