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Abschied nach 25 Jahren

Toni Huber muss mit den Tränen kämpfen

Seine Abschiedsrede als Bürgermeister in Weisenbach wurde mehrfach von Beifall unterbrochen, zum Schluss gab es sogar stehende Ovationen für den scheidenden Rathauschef Toni Huber. Es war der emotionale Höhepunkt einer Verabschiedung nach 25 Jahren im Amt.

Vor dem Stabwechsel: Landrat Jürgen Bäuerle (links) mit Amtsnachfolger Toni Huber und dessen Gattin Silke. Foto: Götz

Seine Abschiedsrede als Bürgermeister in Weisenbach wurde mehrfach von Beifall unterbrochen, und zum Schluss gab es in der sehr gut gefüllten Festhalle sogar stehende Ovationen für den scheidenden Rathauschef Toni Huber. Es war der emotionale Höhepunkt einer Verabschiedung, in der sehr oft von Gemeinsamkeit, vom Miteinander der kommunalen Familie und der sehr guten Zusammenarbeit in Weisenbach die Rede war.

Toni Huber, der zum Monatsende nach mehr als 25 Dienstjahren den Bürgermeistersessel im Rathaus freimacht und am 1. Mai sein neues Amt als Landrat antritt, sprach von einem „Abschied mit Wehmut“. Der Wechsel gilt ausschließlich dem Dienstsitz, der Wohnort der Familie Huber bleibt Weisenbach.

Musikalisches Miteinander

Es war alleine schon der Rednerliste anzusehen, dass hier viele ihre Verbundenheit mit dem langjährigen Bürgermeister ausdrücken wollten. Zwischen den Redebeiträgen sorgte ein vereinigtes Ensemble aus dem Musikverein Weisenbach und der Musikkapelle Au unter der Leitung von Hans Bogner für eine sehr ansprechende musikalische Begleitung – und demonstrierte auch auf diese Weise das für Weisenbach so oft hervorgehobene Miteinander. „Es war mein großer Wunsch, dass beide Kapellen zusammen spielen“, sagte Huber. Das Ensemble tat es mit hörbarer Freude.

Es waren gute 25 Jahre mit unserem Bürgermeister.

Zu Beginn der Abschiedsfeier begrüßte Bürgermeister-Stellvertreter Uwe Rothenberger neben den vielen Repräsentanten des öffentlichen Lebens auch zahlreiche Vereinsvorsitzende und sprach von einem „klaren Zeichen, wie verbunden die Vereine mit Dir sind“. Sein Fazit: „Wenn man zurückblickt, werden die Leute sagen: Es waren sehr gute 25 Jahre mit unserem Bürgermeister Toni Huber.“

Zusammenarbeit über Amtszeiten

Gemeinsam mit dem zweiten Bürgermeister-Stellvertreter Gottfried Lang rief er zahlreiche Maßnahmen der über drei Amtszeiten von Huber in Erinnerung, stellte das Miteinander von Gemeinderat, Verwaltung und Bürgern heraus. Ihr Fazit: „Weisenbach ist durch Dich gut aufgestellt.“

Huber war 25 Jahre Bürgermeister

Von einer „mehr als 25-jährigen Ära, die Bürgermeister Huber heißt“, sprach Landrat Jürgen Bäuerle. Er blickte auf die erste erfolgreiche Wahl von Huber als Bürgermeister im Jahr 1993 zurück, der sogleich die Ärmel hochgekrempelt und den Ort zu einer attraktiven Wohngemeinde entwickelt habe.

Toni Huber stehe aber auch für ein pulsierendes Gemeindeleben. „Die Bürger mitnehmen, einbeziehen in die Entscheidungen und in das Verwaltungshandeln,“ das sei von der ersten Stunde an dessen Grundprinzip gewesen.

Jetzt bist Du mein Nachfolger an der Spitze des Landkreises Rastatt .

Auch auf die Tatsache, dass Huber erneut in seine Fußstapfen tritt, ging der Landrat ein: „Lieber Toni, vor zwei Jahren habe ich Dich angesichts Deiner märchenhaften Karriere als ‚Toni im Glück‘ bezeichnet. Wie Recht ich hatte! 2005 bist Du mein Nachfolger als Vorsitzender der CDU-Kreistagsfraktion geworden. Jetzt bist Du mein Nachfolger an der Spitze des Landkreises Rastatt und ich darf Dir versichern, dass Dich eine arbeitsintensive, spannende und sehr erfüllende Aufgabe erwartet.“ Bäuerles Präsent: Eine Aktenmappe mit dem Logo des Landkreises.

Vereine bedauern Ende

Für die Arbeitsgemeinschaft der Weisenbacher und Auer Vereine dankte Andreas Strobel, Vorsitzender des Harmonika-Spielrings, Huber für die langjährige Unterstützung und zeigte sich „traurig, Sie in Weisenbach entbehren zu müssen“. Die Zwillinge Timo und Marko Krämer stellten sich als „Ihre Jungs vom BWW“ (Bauwagen Weisenbach) vor und waren voll des Lobes über eine hervorragende sechsjährige Zusammenarbeit mit dem Bürgermeister.

Weisenbach im neuen Dienstzimmer

Von einer „sachlichen und menschlich guten Zusammenarbeit“, geprägt von gegenseitigem Verständnis, sprach Pfarrer Thomas Holler; er attestierte Huber, für die anstehende größere Aufgabe die nötige Praxis und Bodenhaftung mitzubringen. Sein Geschenk „für das Dienstzimmer im Landratsamt“ war ein Bild, welches das Weisenbacher Wahrzeichen Wendelinuskapelle zeigt. Herzliche Worte fand die eigens aus der Partnergemeinde Kriebstein angereiste Bürgermeisterin Maria Euchler, um mit launigen Worten zu erzählen, wie schwierig es gewesen sei, ein passendes Präsent zu finden.

Stets um Konsens bemüht.

Für die Mitarbeiter im Rathaus Weisenbach trat Hauptamtsleiter Walter Wörner ans Mikro und rief die ersten Tage von Toni Huber als Bürgermeister von Weisenbach in Erinnerung, als dieser gleich die Schäden zweier Unwetter im Ort begutachten musste. Wörner, der Huber schon 1993 namens aller Rathausmitarbeiter begrüßte (und ihn jetzt verabschiedete), attestierte seinem Chef, „stets um Konsens bemüht“ zu sein.

Huber und sein Familienbetrieb

In seiner Abschiedsrede gab Huber seiner Freude „über den großartigen Besuch“ in der Festhalle Ausdruck und formulierte seine grundlegende Einstellung: „Bürgermeister zu sein ist nicht einfach nur ein Beruf. Für mich war die Gemeinde immer wie ein eigenes Unternehmen, wie ein großer Familienbetrieb.“ Ein harmonisches Miteinander in der Gemeinde sei immer Ziel seiner Arbeit gewesen; an einem Strang in die gleiche Richtung zu ziehen, habe die Gemeinde vorangebracht.

Mehrwert für die Gemeinde

Auch die kommunale Zusammenarbeit sei ihm wichtig, so Huber weiter, bringe sie letztlich auch immer einen Mehrwert für die eigene Gemeinde. In seinen Dankesworten stellte er die Amtsleiter Werner Krieg und Walter Wörner sowie seine engste Mitarbeiterin Manuela Frorath heraus und überreichte ein Präsent. Für einen reibungslosen Ablauf der Veranstaltung sorgten die Bediensteten der Gemeinde, die mit der Integra Mittelbaden auch die Bewirtung übernahmen.

Zitate

Du hast der Gemeinde gut getan und Weisenbach hat auch Dir gut getan.
Noch-Landrat Jürgen Bäuerle in seiner Rede über Noch-Bürgermeister Toni Huber„Bei seinen drei Wiederwahlen hat Toni Huber Rekordergebnisse von 97 und sogar 99,3 Prozent erzielt, das ist sensationell.“Erneut Jürgen Bäuerle„In der Politik muss man sparsam sein mit der Bezeichnung ,Freund’ – aber bei uns beiden trifft das zu.“Bäuerle über sein enges Verhältnis zu Huber„Die Mitarbeiter werden ihn ungern gehen lassen.“Hauptamtsleiter Walter Wörner sprach für die Verwaltung„Sie waren und sind ein Mensch des Ausgleichs.“Erneut Walter Wörner„Wir wollen eine große Familie für Sie bleiben.“Andreas Strobel, der für die Weisenbacher und Auer Vereine ans Mikro trat, zu Toni Huber„Diese 25 Jahre sind ein fester Bestandteil meines Lebens.“Toni Huber in der Rückschau auf ein Vierteljahrhundert als Bürgermeister in Weisenbach„Als Bürgermeister ist man manchmal auch etwas einsam.“Erneut Toni Huber„Zur Not können wir künftig als Landrat und Landpfarrer auftreten.“Toni Huber sicherte Pfarrer Thomas Holler auch für die Zukunft gemeinsame Auftritte bei der Weisenbacher Fastnacht zu

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