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„Regelbetreuung unter Pandemiebedingungen“

Corona prägt den Alltag in den Acherner Kindergärten

Nach Stillstand und Notbetrieb gilt die „Regelbetreuung unter Pandemiebedingungen“ in den Acherner Kindertageseinrichtungen. „Wir sind alle froh, dass die Kinder alle wieder da sind“, sagt Antonia Huber, Leiterin des Kinderhauses im Rollerbau.

Hände waschen ist Pflicht: Franziska und Tim zeigen im Kinderhaus im Rollerbau, wie’s geht Foto: Michael Moos

„Manchmal fließen auch Tränen.“ Das gehört für Antonia Huber als Leiterin des Kinderhauses im Rollerbau zum Alltag – nicht nur in Zeiten der Corona-Pandemie. Doch das Virus hat den Betrieb ziemlich verändert: Es gibt viele neue Regeln und zwangsläufig auch ein verändertes pädagogisches Konzept.

Seit Anfang Juli gilt nach Stillstand und Notbetrieb die „Regelbetreuung unter Pandemiebedingungen“ in den Acherner Kindertageseinrichtungen. Mit positivem Ergebnis: „Es gibt bisher weder bei den Kindern noch beim Personal Corona-Fälle, so Antonia Huber. „Wir sind alle froh, dass die Kinder alle wieder da sind.“ Das gelte insbesondere auch die vom Corona-Stillstand teilweise hart getroffenen Eltern. „Und die Einschränkungen müssen wir eben in Kauf nehmen.“

Freude herrscht über den „weitgehenden Normalbetrieb“ auch bei der Stadtverwaltung. „In den Einrichtungen gelten die üblichen Betreuungszeiten“, stellt Oberbürgermeister Klaus Muttach fest. Nicht ohne Stolz verweist er auf die komplette personelle Besetzung. Das gelte auch für die Kita „St. Nikolaus“, die in den Wochen vor dem Ausbruch der Pandemie bekanntlich von einer Kündigungswelle bei den Erzieherinnen betroffen war.

Wert auf Hygiene gelegt

In allen Kitas wird großer Wert auf Hygiene gelegt: So werden die Kinder beim Betreten der Einrichtung zum Händewaschen geschickt und auch darüber hinaus zum regelmäßigen Händewaschen angehalten. Von den Eltern wird das Tragen eines Mundschutzes in der jeweiligen Einrichtung wird verlangt. Den Erzieherinnen und Erziehern ist es freigestellt, einen Mundschutz zu tragen, wobei diese in der Regel darauf verzichten.

Nicht ganz einfach umzusetzen ist die Vermeidung des „Begegnungsverkehrs“. Nicht überall ist es aus baulichen Gründen möglich, wie in der Kindertageseinrichtung St. Nikolaus Ein- und Ausgang räumlich separat auszuweisen. Das gilt auch für den Rollerbau, der die Betreuung der gegenwärtig 67 Kinder auf zwei Ebenen gewährleistet. Trotz aller Vorkehrungen – beispielsweise getrennte Essenszeiten – lassen sich, so Antonia Huber, Begegnungen nicht immer ganz vermeiden.

Wir bemühen uns, aus der Situation das Beste zu machen.
Antonia Huber, Leiterin des Kinderhauses im Rollerbau

Grundsätzlich sorgen die Corona-Regeln und die dadurch erforderlichen Korrekturen am pädagogischen Konzept für mehr Arbeit beim Personal: „Eine Herausforderung für uns. Doch das kriegen wir hin.“ Tatsächlich fließen immer mal Tränen bei den Kindern, wenn sie beispielsweise auf das gemeinsame Spielen mit Freunden aus einer anderen Gruppe verzichten müssen.

Schwer fällt dem Team um Antonia Huber auch der Verzicht auf das gemeinsame Singen – „für unser Konzept eigentlich eine wichtige Säule im Bereich der sprachlichen Bildung“. Und auch die Bewegung und das Turnen seien nur in ganz kleinen Gruppen möglich. „Wir bemühen uns, aus der Situation das Beste zu machen“, sagt Antonia Huber.

Und sie ist optimistisch, die in den kommenden Monaten zu erwartenden Herausforderungen zu meistern. Beispielsweise, wenn es darum geht, den „Winterbetrieb“ im Kinderhaus zu organisieren. „Doch auch das kriegen wir hin.“

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