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Bundestagswahl 2021

CDU-Direktkandidat Schäuble fordert beim Wahlkampfauftakt stabilen Kurs fürs Land

Beim Wahlkampfauftakt in Oberkirch-Zusenhofen brachte CDU-Direktkandidat Wolfgang Schäuble mehrere Themen zur Sprache. Besonders betonte er den Wert des gesellschaftlichen Zusammenhalts.

Seit 1972 ist Wolfgang Schäuble im Bundestag, nun möchte er erneut das Direktmandat gewinnen. Foto: Roland Spether

Dass Wolfgang Schäuble bei der Kür des CDU-Kanzlerkandidaten zwar Friedrich Merz seine Stimme gab, aber jetzt Armin Laschet voll und ganz unterstützt, hat der Unions-Direktkandidat und Bundestagspräsident beim Wahlkampfauftakt in Zusenhofen betont.

„Wir können das besser als die anderen“, meinte Schäuble zu den aktuellen und zukünftigen Herausforderungen einer „gefährlichen Zeit“, in der es keine einfachen Lösungen gebe, um auch in der Nach-Merkel-Ära weiterhin einen „stabilen Kurs“ im Land zu halten.

„Das kann nur die CDU und mit ihr die CSU in Bayern“, sagte Schäuble, der in seinem Wahlkreis Offenburg sei 1972 die Nase vorne hat, seither im Bundestag vertreten ist und unter den Kanzlern Helmut Kohl und Angela Merkel unter anderem Innen- und Finanzminister war. Seit 1949 hat die CDU im Wahlkreis Offenburg immer das Direktmandat gewonnen, und das soll, geht es nach Wolfgang Schäuble, weiterhin so bleiben.

Wahlkampf-Auftakt von Wolfgang Schäuble mit unangenehmen Fragen

Der Wahlkampf-Auftakt fand auf dem Obsthof von Franz Josef Müller, der auch Präsident des Landesverbandes Erwerbsobstbau ist, statt. Die Gäste wurden von Valentina Garavina und Josef Prestel musikalisch bestens unterhalten und es gab Kulinarisches aus heimischen Produkten des Obsthofes.

Doch Franz Josef Müller servierte Wolfgang Schäuble einige Probleme für die Landwirte, Obstbauern und Winzer wie das Ende des Branntweinmonopols, die Umlage für Solarstrom und den Anstieg des gesetzlichen Mindestlohns plus Sozialleistungen. „Wer soll dann noch unsere Produkte kaufen, wenn die Lohnkosten zwölf Euro betragen und weiter steigen“, fragte Müller.

Der schnelle Wandel macht die Menschen unsicher.
Wolfgang Schäuble, CDU-Direktkandidat

„Der schnelle Wandel macht die Menschen unsicher“, sagte Schäuble zu den vielen Problemen, die sich neben Corona einstellten. „Wenn wir eine gute Zukunft wollen, dann müssen wir zusammenführen und den Menschen einen Weg aufzeigen, der die Gesellschaft zusammenhält“.

Sicherheit, Datenschutz, Afghanistan: So sieht es Wolfgang Schäuble

Bezogen auf die Wirtschaft bedeute dies eine „soziale, gerechte und ökologische Marktwirtschaft“ und für das Land selbst „Sicherheit nach innen und außen“. Die CDU könne dies, das habe sie früher schon bewiesen, betonte Schäuble, der auch deutlich machte, wie wichtig gerade jetzt Vertrauen und Verantwortung seien.

Zum Thema Sicherheit meinte er, „dass es ein so hohes Maß an Datenschutz gibt, an dem die Polizei verzweifelt“. Noch immer seien nicht alle Mittel ausgeschöpft seien, um gegen Kriminelle und Terroristen vorzugehen. „Wir können uns doch im Kampf gegen Kriminelle nicht blind machen“.

Zur aktuellen Lage in Afghanistan merkte er an, dass es in den letzten 20 Jahren gelungen sei, den Terror zu besiegen und den Menschen ein gewisses Maß an Normalität zu ermöglichen. Doch aus vielerlei Gründen sei es nicht möglich gewesen, den Krieg zu gewinnen. Der Rückzug aus dem verlorenen Krieg sei nun zu einem großen Problem für die Menschen, die Ortskräfte und das ganze Land Afghanistan geworden.

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