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„Sind Sie nicht der Wanderfrosch?“

Stefan von Bismarck aus Oberkirch ist mit „Ausflugstipps Schwarzwald“ bekannt geworden

Kennen Sie den Wanderfrosch? Er ist das Markenzeichen von Stefan von Bismarck. Der Oberkircher wurde durch die Facebook-Gruppe „Ausflugstipps Schwarzwald“ bekannt. Er kennt alle Wanderwege der Region.

Wanderer und social media Aktivist Stefan von Bismarck Burgbachwasserfall Bad Rippoldsau Foto: Stefan von Bismarck

Stefan von Bismarck ist im Schwarzwald bekannt wie ein bunter Hund – oder besser gesagt: bekannt wie ein grüner Wanderfrosch. Der in Oberkirch lebende Wanderfreund und sein ständiger Begleiter, ein kleiner grüner Frosch mit Hut und Rucksack, haben auf Instagram und Facebook so viele Fans, dass Stefan von Bismarck bei seinen allwöchentlichen Wanderungen immer wieder angesprochen wird: „Sind Sie nicht der Wanderfrosch?“

Seit 2018 ist Stefan von Bismarck einer der Moderatoren der Facebook-Seite „Ausflugstipps Schwarzwald“, der mehr als 210.000 Menschen folgen, und auch auf Instagram ist er aktiv. Kein Wunder also, dass man ihn erkennt, ob mit oder ohne den Frosch, der ursprünglich eher zufällig mitwanderte.

Und das, obwohl Stefan von Bismarck erst seit vier Jahren überhaupt als Wanderer unterwegs ist. „Ich stamme eigentlich nicht aus einer sportlichen Familie, habe aber vor einigen Jahren mit dem Joggen angefangen. Vor vier Jahren hatte ich einen Fersensporn entwickelt und wollte eigentlich nur wandern, um fit zu bleiben, bis ich wieder joggen kann“, berichtet der 36-Jährige.

Von Bismarck läuft selten weniger als 15 Kilometer

Dass er zum Viel-, Schnell-, und Weitwanderer werden würde, der eingesteht, dass ein Quäntchen Sucht auch dabei ist, war ihm damals noch nicht klar. Mindestens eine Tour in der Woche macht er, steht dafür – der Familie zuliebe – auch mal früh auf oder läuft abends noch los. Unter 15 Kilometer bleibt er selten, und musste lachen, als ihm kürzlich auf Facebook eine Erinnerung gezeigt wurde, in der er vor vier Jahren diese Distanz noch als „weit“ beschrieben hatte.

Mittlerweile sind es oft 30 Kilometer, aber auch mal über 80 – und einmal im Jahr geht es nicht nach Kilometern, sondern nach Stunden. „Zu fünft sind wir 24 Stunden gewandert, ausgehend vom Renchtalsteig“, berichtet von Bismarck. Seine Mitwanderer findet er in den sozialen Medien – oder auch mal bei den Tourismusverbänden der Region, die seine Expertise nutzen, um die eigenen Wanderwege bekannter zu machen.

Ich kenne alle Wanderwege in der Region.
Stefan von Bismarck

„Ich kenne alle Wanderwege in der Region und kombiniere sie gerne mit kleinen Abstechern zu Aussichtspunkten“, erklärt der Mann, der als Hausmeister einer Privatfirma auch im Beruf viel draußen ist. Dennoch treibt es ihn immer wieder hinaus in die Natur, gerne auch alleine – beziehungsweise nur in Begleitung seines fotogenen Frosches – um im eigenen Tempo laufen zu können. „Aber ich kann auch mal Genusswanderungen machen mit der Familie, da lasse ich es dann langsamer angehen.“

Auch der achtjährige Sohn ist bei den Wanderungen dabei

Den achtjährigen Sohn jedoch hat Stefan von Bismarck bereits angesteckt. Schon vor zwei Jahren war er mit dem Papa von Oberkirch nach Offenburg zum Bahnhof gewandert – auf eigenen Wunsch. „Man muss bei einer solchen Tour natürlich einplanen, dass man gegebenenfalls abbrechen kann und sich abholen lassen oder mit dem Zug zurückfahren“, rät Stefan von Bismarck. Er bereitet jede Wanderung zu Hause vor und speichert die Strecke auf dem Smartphone, um sie auch ohne GPS-Empfang nutzen zu können.

Sechs Paar leichte Wanderschuhe hat er schon durchgelaufen, „mehr als 1.100 Kilometer halten die normalerweise nicht aus“. Nur im Urlaub in den Alpen trägt er richtige Wanderstiefel. Für seine Wanderwege in Südbaden reichen ihm Crosslaufschuhe, die im Schnee und auf Eis mit Ketten griffig gemacht werden. Schlechtes Wetter hält den Wanderfrosch nämlich nicht vom Wandern ab.

Gefragt nach den seiner Meinung nach schönsten Touren empfiehlt er für sportliche Wanderer den Panoramaweg ab Baden-Baden (45 Kilometer), der besonders schöne Ausblicke biete, und für Genusswanderer den Hexensteig in Lautenbach (15 Kilometer), der mit Hexenhäuschen und Einkehrmöglichkeit viel Abwechslung bietet.

Internet

Facebook: Der Wanderfrosch

Instagram: stefanvonbismarck

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