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Höchste Sicherheitsstufe

Eröffnung des Offenburger Salmen: Polizei sucht nach Sprengstoff

Vor seiner Eröffnung wurde der Offenburger Salmen von Sprengstoffspürhunden der Polizei durchsucht. Stand das im Zusammenhang mit einer Demo der Querdenkerszene?

Routinemäßig: Gemeinsam mit seinen Kollegen sucht Manuel Schaub und Sprengstoffsuchhund Wolf das gesamte Gebäude nach Sprengstoff ab. Foto: rbu

Höchste Sicherheitsstufe herrschte am Freitag in und um den Salmen. Wegen der politischen Prominenz, die zur Einweihung des Salmen nach Offenburg kam, wurden die Straßen um das Gebäude abgesperrt und der Salmen selbst am Freitagvormittag mit Sprengstoffspürhunden durchsucht.

Eine Gegendemonstration aus der Querdenkerszene war für den Festakt im Salmen angekündigt. In ihrem Aufruf zur Demonstration hat sich die Sprecherin der Bürgerinitiative „Ortenauer Eltern und Menschen mit Herz“ direkt an einen der Festredner der Salmenveranstaltung gewandt: an Stephan Harbarth, den Präsidenten des Bundesverfassungsgerichts. Sie stellt ihm die Frage: „Wo bleiben Freiheit und Demokratie, Herr Harbarth?“

Doch es waren weniger solche kritischen Töne, die die Einweihung der neuen Erlebnis- und Erinnerungsstätte für die deutsche Demokratiegeschichte begleiteten, die für den gründlichen Sicherheitscheck des Salmen am Freitagvormittag sorgten. Dass das gesamte Gebäude von Polizeibeamten mit vier Sprengstoffspürhunden durchsucht wurden, geschah routinemäßig und gemäß der Sicherheitsstufe, die für Wolfgang Schäuble und Josef Schuster gilt.

Für Wolfgang Schäuble gilt die höchste Sicherheitsstufe

Wolfgang Schäuble, der am Freitag wegen seines 50-jährigen Einsatzes für Offenburg die Ehrenbürgerschaft der Stadt erhielt, und Josef Schuster als Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland haben diese höchste Sicherheitsstufe. Die weiteren Redner dieses Festaktes, der erwähnte Stephan Harbarth, Mutherem Aras, Präsidentin des baden-württembergischen Landtags, und Thomas Strobl, Landesinnenminister, stehen in der Sicherheitsstufe darunter.

Für sie waren Manuel Schaub und sein belgischer Schäferhund Wolf am Freitag von 9 bis 12 Uhr sowie ihre zwei- und vierbeinigen Kolleginnen und Kollegen damit beschäftigt, das gesamte Gebäude nach Sprengstoff abzusuchen. Ob auch eine ins Gebäude bei den Umbauarbeiten der vergangenen zwei Jahre eingemauert Bombe die feinen Spürnasen erschnüffeln könnte, beantwortete Manuel Schaub vorsichtig positiv.

Eine so große Menge Sprengstoff müssten genügend Ausdünstungen erzeugen, dass der dreijährige Wolf darauf reagieren sollte. In einer Demonstration markierte Schaub eine Stelle im Foyer des Salmen mit einer kleinen Spur eines Stoffs, der in gängigen Sprengstoffvarianten vorkommt. Wolf stellte an der richtigen Stelle sein umtriebiges Suchen ein und signalisierte damit, dass er fündig geworden war.

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