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Suche rund um Oppenau geht weiter

Staatsanwaltschaft: Yves Rausch fiel als Jugendlicher durch antisemitische Äußerungen auf

Laut Staatsanwaltschaft Offenburg ist der Gesuchte von Oppenau, Yves Rausch, bereits als Jugendlicher aufgefallen. Demnach äußerte er sich antisemitisch und baute eine Bombenattrappe.

Die Fahndung in Oppenau läuft weiter: Die Polizei ging bis Donnerstag rund 270 Hinweisen aus der Bevölkerung nach, wie bei der Durchsuchung dieses Fahrzeugs, dessen Fahrer aber mit dem Gesichteten nichts zu tun hat. Foto: Benedikt Spether/dpa

Der von einem Großaufgebot der Polizei gesuchte Yves Rausch hatte bereits als Jugendlicher Ärger mit der Justiz. Die Staatsanwaltschaft in Offenburg ergänzte am Donnerstag ihre bisherigen Angaben.

Demnach war Rausch als Jugendlicher während des Aufenthalts in einem Jugendwerk durch rechtsradikale und teilweise antisemitische Äußerungen aufgefallen. Zudem habe er eine Bombenattrappe gefertigt, um den Erziehern im Jugendwerk Angst zu machen. Dies erklärte der Sprecher der Anklagebehörde, Kai Stoffregen.

Das Amtsgericht Freiburg habe 2005 unter anderem wegen Volksverhetzung eine Jugendstrafe von acht Monaten ausgesprochen, die die später nach einer Wohlverhaltensphase erlassen wurde.

Anschließend seien nach den bisherigen Erkenntnissen keine Ermittlungsverfahren wegen politisch motivierter Straftaten mehr geführt worden, so die Staatsanwaltschaft Offenburg weiter.

Rund 2.000 Polizisten in Oppenau eingesetzt

Unterdessen ging die Suche nach dem heute 31-Jährigen auch am Donnerstag mit großem Aufwand weiter. Ergiebiger Regen erschwerte allerdings die Arbeit der Beamten in dem unzulänglichen Waldgelände. Nach einem Hinweis aus der Bevölkerung wurde am frühen Nachmittag ein Mann von der Polizei festgehalten und überprüft.

Es habe sich allerdings nicht um den Gesuchten gehandelt, so Polizeisprecherin Karen Stürzel an Anfrage dieser Zeitung. Der Mann solle wieder auf freien Fuß gesetzt werden, eine Verbindung zu der aktuellen Fahndung habe sich nicht ergeben. „Das war einer von mehr als 270 Hinweisen“, so Stürzel.

Auch Survival-Spezialisten helfen bei der Suche nach Yves Rausch

Nach Angaben von Polizeisprecher Yannik Hilger wurden bei der Fahndung nach dem 31-Jährigen, der vier Polizisten ihre Dienstwaffen abgenommen hatte, mittlerweile rund 2.000 Beamte eingesetzt. Man ziehe auch externe Experten zu Rate, unter anderem Psychologen, Survival-Spezialisten, Jäger und Förster, die sich in den dichten Wäldern rund um Oppenau auskennen.

Auf die Profiler des Landeskriminalamtes habe man bislang nicht zurückgegriffen, da diese vor allem eingesetzt werden wenn es darum geht, ein Persönlichkeitsprofil unbekannter Täter zu erstellen. Das sei hier aber nicht notwendig, weil man die Identität des Gesuchten ja kenne. Das Wetter erschwert die Arbeit der Beamten vor Ort derzeit zusätzlich, die Böden seien aufgeweicht.

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