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Zahlen veröffentlicht

Corona im Landkreis Rastatt: Nur eine Gemeinde blieb bisher verschont

Wie viele Corona-Infektionen gibt es in meiner Gemeinde? Der Landkreis Rastatt hat nun erstmals die Zahlen für einzelne Kommunen veröffentlicht.

Das Landratsamt Rastatt hat erstmals die Corona-Fallzahlen einzelner Gemeinden veröffentlichen. Foto: Nikolaus Hertweck

Erstmals seit Ausbruch der Corona-Pandemie hat der Landkreis die Infektionszahlen nach Gemeinden aufgeschlüsselt veröffentlicht. Wie Stefan Biehl, Leiter des Gesundheitsamts, dem Kreistag erläuterte, sei der Kurswechsel auf die geänderte Strategie bei der Pandemiebekämpfung zurückzuführen. „Da bei einem Aufflammen des Virus nicht mehr der ganze Landkreis heruntergefahren werden muss, sondern lokale Maßnahmen greifen, ist es nun auch notwendig, die Infektionszahlen gemeindescharf zu veröffentlichen.”

Demnach sind zwischen Anfang März und dem 21. Juli im Landkreis Rastatt und im Stadtkreis Baden-Baden insgesamt 730 Menschen positiv auf das neuartige Coronavirus getestet worden. Die meisten Infektionen gab es in Baden-Baden (190), Rastatt (122) und Bühl (108). 50 Menschen erkrankten in Gaggenau, 36 in Muggensturm, 30 in Durmersheim und je 21 in Rheinmünster und Sinzheim.

Mehrere Orte bislang im einstelligen Bereich

Bühlertal und Gernsbach verzeichneten bisher je 18 bestätigte Erkrankungen, Kuppenheim 17, Ötigheim 16, Iffezheim 14, Forbach und Hügelsheim je zwölf und Otterweier zehn. Infektionszahlen im einstelligen Bereich gab es in Bietigheim (9), Steinmauern (8), Bischweier und Weisenbach (je 5), Lichtenau (4) und Au am Rhein und Loffenau (je 2).

Allein in Elchesheim-Illingen hat sich nach Angaben des Gesundheitsamts bisher niemand an Sars-CoV-2 infiziert. 691 von den 730 Erkrankten sind inzwischen wieder genesen. Drei Personen, zwei in Gaggenau und eine in Rastatt, sind derzeit noch erkrankt. Insgesamt starben im Landkreis Rastatt und im Stadtkreis Baden-Baden 36 Menschen an oder mit dem neuartigen Coronavirus: Baden-Baden (19), Bühl (5), Rastatt (3), Gaggenau und Gernsbach (je 2), Bietigheim, Durmersheim, Iffezheim, Ötigheim und Ottersweier (je 1).

Hochphase der Pandemie war Herausforderung für den Kreis

Wie Gesundheitsamtschef Biehl und sein Kollege Sébastien Oser, der den Corona-Stab des Landkreises leitete, betonten, sei die Hochphase der Pandemie für die Kreisverwaltung eine Herausforderung auf allen Ebenen gewesen, die auch Dank der gut koordinierten Arbeit aller gut bewältigt worden sei. Am 7. Juli war die Arbeit des ämterübergreifenden Corona-Stabs eingestellt worden.

„Mit Blick auf eine zweite Welle, die ich persönlich im Herbst erwarte, ist es aber jederzeit möglich, die Arbeit wieder aufzunehmen”, erklärte Oser. Derzeit seien rund 300.000 Mund-Nasen-Masken eingelagert, so Biehl. Seine Hoffnung ruht auch darauf, dass die angekündigte Personalaufstockung von Bund und Ländern für die Gesundheitsämter bald umgesetzt werde.

Landrat Toni Huber dankte Biehl und Oser für ihre unermüdliche Arbeit in der Krisenbekämpfung: „Das war eine sehr, sehr spannende Zeit. Aber ich könnte darauf verzichten, das nochmal zu erleben.”

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