Skip to main content

Gefährliche Kreuzung

Neue Ampel soll Rastatter Unfallschwerpunkt Hartwegbogen sicherer machen

26 Unfälle in vier Jahren: Der sogenannte Hartwegbogen in Rastatt ist eine berüchtigte Kreuzung. Das Landratsamt lässt jetzt eine Ampel installieren, um den Unfallschwerpunkt zu entschärfen. Der Ortschaftsrat Ottersdorf hätte sich allerdings eine andere Lösung gewünscht.

Kritische Stelle: Am Abzweig nach Ottersdorf krachte es in den vergangenen Jahren mehr als 20 Mal. Foto: Martina Holbein (mhol)

Es ist eine der gefährlichsten Kreuzungen im Landkreis Rastatt. Allein im vergangenen Jahr krachte es zehnmal am sogenannten Hartwegbogen, dem Abzweig von der K3769 in Richtung Ottersdorf.

Jetzt soll eine Ampel das Problem beheben. Die Arbeiten dafür beginnen an diesem Mittwoch. In Betrieb geht die Signalanlage voraussichtlich vor Weihnachten.

Immer ein Linksabbieger Richtung Ottersdorf

Die hohe Anzahl an Unfällen 2019 war kein statistischer Ausreißer. Zwischen 2016 und 2018 hatte es bereits 16 mal gekracht. Dabei verletzte sich eine Person schwer, 26 leicht. Die Sachschäden summierten sich auf 640.000 Euro.

Zusammengestoßen waren stets ein Linksabbieger in Richtung Ottersdorf und ein entgegenkommendes Fahrzeug. Maßnahmen wie eine Geschwindigkeitsbeschränkung auf 50 Stundenkilometer und Warnbaken fruchteten nicht.

Wir warten schon viel zu lang.
Thomas Marx, Leiter des Straßenbauamts

Die Installation einer Ampel läuft allerdings einem Wunsch des Ottersdorfer Ortschaftsrats zuwider. Das Gremium hatte sich für einen Kreisverkehr an der Stelle ausgesprochen. Auch bei einer Sitzung des Technischen Ausschusses vor einem Jahr kritisierten mehrere Stadträte die Ampellösung und vermuteten, der Landkreis wolle die günstigste Lösung umsetzen.

Vorübergehende Verkehrsbehinderungen

Thomas Marx, der Leiter des Straßenbauamts, hatte die Entscheidung dagegen damit begründet, dass der neuralgische Punkt so schnell wie möglich entschärft werden müsse: „Wir warten schon viel zu lang.“ Die Installation einer provisorischen Ampel, um deren Nutzen zu testen, lehnte das Landratsamt aus Kostengründen ab. Der Bau einer festen Signalanlage rechne sich gegenüber dem Betrieb eines Provisoriums schon nach kurzer Zeit.

Für die Tiefbauarbeiten müssen die Fahrspuren teilweise verengt werden. Vorübergehend kommt es nach Angaben des Landratsamts auch zur Sperrung der Abbiegespuren in Richtung Ottersdorf. Die Installation der eigentlichen Ampel soll dann im Dezember erfolgen.

nach oben Zurück zum Seitenanfang