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Corona beschleunigt den Wandel

Baden-Württemberg ist bei der Digitalisierung der Justiz führend

Seit 2002 sind im Zivil- und Arbeitsrecht reine Videoverhandlungen möglich. Doch bislang machten die Gerichte kaum davon Gebrauch. Seit der Corona-Pandemie hat sich das geändert. Baden-Württemberg nimmt bundesweit eine Vorrangstellung ein.

Web-Cam im Gerichtssaal: Immer mehr Gerichte in Baden-Württemberg nutzen die Möglichkeit, Online-Verahndlungen zu führen. Corona hat den Prozess beschleunigt. Foto: David Young/dpa

Der Rechtsanwalt aus Berlin hatte den Termin vor dem Arbeitsgericht Stuttgart im wahrsten Sinne des Wortes verpennt. In seinem Terminkalender hatte er ihn unter einem anderen Datum eingetragen. Doch die Verhandlung musste dennoch nicht ausfallen. Richter Johannes Bader schaltete den Anwalt einfach per Web-Cam hinzu. Im T-Shirt nahm er aus dem heimischen Arbeitszimmer an der Verhandlung teil. Nach 20 Minuten war der Vergleich perfekt.

Alle waren zufrieden. Der Termin konnte wie geplant stattfinden und der Anwalt musste nicht wegen 20 Minuten von Berlin nach Stuttgart fliegen. „Nach einem Jahr Corona-Pandemie kann jeder Videokonferenz“, sagt Johannes Bader, „ob man es privat macht oder als Gerichtsverhandlung, das ist vom Grundsatz kein Unterschied.“

Verhandlungen im 20-Minuten-Takt

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