Skip to main content

Baden-Württemberg

Polizei ermittelt in über tausend Fällen zu gefälschten Corona-Impfpässen

Zutritt nur mit 2G: Wer nicht geimpft oder genesen ist, bleibt derzeit oft außen vor. Das treibt den Handel mit gefälschten Corona-Impfpässen voran. Und die Zahl der Fälle nimmt laut Polizei zu.

Auf die gefälschten Impfpässe werde die Polizei vielfach von Apotheken hingewiesen. Foto: Stefan Puchner/dpa

Wegen gefälschter Corona-Impfpässe ermittelt die Polizei in Baden-Württemberg in Hunderten von Fällen. Die Zahl der einschlägigen Verfahren liege im unteren vierstelligen Bereich, teilte ein Sprecher des Landeskriminalamts (LKA) in Stuttgart mit.

Seit Beginn des Jahres gebe es zudem eine leichte Zunahme an Fällen. Auf die gefälschten Impfpässe werde die Polizei vielfach von Apotheken hingewiesen. Doch auch bei Fahndungsmaßnahmen im Internet fielen regelmäßig illegale Angebote auf, hieß es.

Auch bei Personenkontrollen landen den Angaben zufolge immer wieder gefälschte Impfpässe in den Händen der Polizei. Dabei zeige sich, dass kein organisierter Handel sondern vielmehr Infos aus dem Bekanntenkreis die Täter zu gefälschten Impfpässen führe, teilte der LKA-Sprecher mit.

Polizeipräsidien haben Fachgruppen für gefälschte Corona-Impfpässe gebildet

Um der großen Masse an Verfahren zu gefälschten Impfpässen Herr zu werden, haben mehrere Polizeipräsidien im Land Fachgruppen für Schwerpunktermittlungen gebildet. Bei Fällen von „herausragender Bedeutung“ würden die Ermittlungen zudem vom LKA übernommen. Zunächst hatte der SWR darüber berichtet.

Durch die derzeit geltenden weitreichenden 2G-Regelungen im Südwesten haben meist nur Geimpfte und Genesene Zutritt zu vielen Bereichen des öffentlichen Lebens. Das dürfte den Anreiz für bislang Ungeimpfte erhöhen, sich einen gefälschten Impfpass zu besorgen.

Von den über 18-Jährigen in Baden-Württemberg sind laut Robert Koch-Institut mittlerweile rund 82 Prozent zweifach geimpft. In der gesamten Bevölkerung im Südwesten liegt der Anteil der zweifach Geimpften bei rund 72 Prozent.

nach oben Zurück zum Seitenanfang