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„Die Würde des Menschen ist unantastbar“

Uwe Hück lässt sich das Grundgesetz auf den rechten Oberarm tätowieren

Der ehemalige Pforzheimer SPD-Politiker, Uwe Hück, hat sich den Artikel 1 des Grundgesetzes auf den rechten Oberarm tätowieren lassen. Wenn niemand daran erinnere, gehe der Grundsatz flöten, so Hück. Gegenüber der dpa kritisierte der 58-Jährige zudem den Umgang mit älteren Menschen in der Pandemie.

Uwe Hück, ehemaliger SPD-Politiker und früherer Porsche-Betriebsratschef, aufgenommen in einem Sportstudio der Lernstiftung Hück. Foto: Uli Deck/dpa/Archiv

Der frühere Porsche-Betriebsratschef und Parteigründer in spe, Uwe Hück (58), hat sich einen Teil des Grundgesetzes auf den rechten Oberarm tätowieren lassen. Artikel 1: „Die Würde des Menschen ist unantastbar“, ziert nun den Arm des ehemaligen SPD-Politikers. Gerade zu Corona-Zeiten sei die Würde des Menschen gefährdet, so Hück.

Wenn niemand daran erinnert, geht der Grundsatz flöten
Uwe Hück

Mit dem Grundgesetz auf dem Arm will er im Sommer gegen den amtierenden Boxweltmeister Manuel Charr antreten. Zuvor hatte die „Bild“-Zeitung darüber berichtet.

Uwe Hück gegenüber dieser Redaktion: „Der erste Artikel des Grundgesetzes ist schon lange mein Motto. Das steht auch in meiner Pforzheimer Lernstiftung an der Wand. Der Satz erinnert mich daran, dass die Mütter und Väter unserer Verfassung eine klare Priorität gesetzt haben: Die Würde des Menschen ist unantastbar. „

Gerade in Corona-Zeiten müsse das klar sein, wenn ältere Menschen, die dieses Land mit aufgebaut haben, teilweise keinen Kontakt mit ihrer Familie haben dürfen. „Das geht gar nicht.“, meint Hück.

Mit dem Grundgesetz auf dem Arm will Uwe Hück im Sommer gegen den amtierenden Boxweltmeister Manuel Charr antreten. Foto: Uwe Hück

Der Menschenwürde will er auch seinen nächsten Charity-Boxkampf in Pforzheim widmen, so der zweifache Europameister im Thai-Boxen. Hück hat auch andere Tattoos, zum Beispiel einen „Buddha auf dem Herzen“, der 58-Jährige ist bekanntlich Buddhist.

Wie lange er sein Grundgesetz-Tattoo schon auf dem Oberarm trägt, verrät Hück auf Nachfrage nicht. Nur soviel: „Ich habe es in Pforzheim stechen lassen, wo es wirklich sehr gute Tätowierer gibt, die es jetzt im Lockdown auch sehr schwer haben.“

Hück, der im Dezember die SPD nach internem Zwist nach 40 Jahren verlassen hatte, steht offenbar kurz vor der Gründung einer neuen Partei. Ende der Woche will er sich dazu erklären.

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