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Tragödie um russisches Atom-U-Boot bleibt ein großes Rätsel

Ein Stoff für Thriller: Vor 20 Jahren versank die „Kursk” mit 118 Seeleuten in der Barentssee

Am 12. August 2000 sank das Atom-U-Boot «Kursk» mit 118 Mann an Bord in der Barentssee. Russland lehnte Hilfe aus dem Westen ab, die eigene Rettungsaktion misslang. Das Unglück bleibt ein großes Rätsel.

Die «Kursk», aufgenommen in ihrem Heimathafen Widjajewo: Das damals modernste und größte russische Atom-U-Boot sank nach zwei Explosionen in der Barentssee. Foto: epa stringer picture alliance / epa stringer/

Dmitrij Kolesnikow hatte keine Hoffnung mehr, seine Frau Olga wiederzusehen. In völliger Dunkelheit, umgeben von entkräfteten und verletzten Kameraden, gab der 27-jährige Kapitänleutnant sein Bestes, in der stählernen Falle auf dem Meeresboden mit Würde dem nahenden Ende ins Auge zu blicken.

„Ich liebe dich”, kritzelte der Offizier des russischen Atom-U-Bootes „Kursk” auf zwei Papierbögen. „Es ist 15.15 Uhr am 12. August 2000. Hier die Liste aller Matrosen in der neunten Sektion, die versuchen werden, zu entkommen. Es gibt keinen Grund, zu verzweifeln. Gruß an alle.” Kolesnikow hatte 23 Namen aufgeschrieben. Seine Liste half den Rettungstauchern, den letzten Zufluchtsort der Mannschaft im Wrack zu lokalisieren. Zu retten gab es jedoch neun Tage später niemanden mehr.

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