Marvin Pourié | Foto: GES

Stürmer in Behandlung

Sorgen um KSC-Torjäger Pourié

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Der Schrecken stand Alois Schwartz am Mittwochvormittag auf dem Trainingsplatz ins Gesicht geschrieben. Marvin Pourié, der mit 19 Saisontreffern beste Torjäger der Dritten Fußball-Liga und einer der Karlsruher Kardinalspieler im engen Aufstiegsrennen mit dem Halleschen FC und dem SV Wehen Wiesbaden, war nach einem Zweikampf mit seinem KSC-Kollegen Christoph Kobald liegengeblieben, Alexander Groiß anschließend noch unglücklich auf ihn gestürzt. Ausgerechnet Pourié.

Wenige Minuten später befand sich der 29-Jährige auf dem Weg zu Teamarzt Marcus Schweizer. Der signalisierte nach einer ersten Untersuchung Entwarnung. „Marvin hat sich das linke Knie verdreht. Wie es aussieht, ist es nichts Schwerwiegendes“, sagte Schweizer, der davon ausging, dass Pourié am Samstag (13.15 Uhr/Das Erste) im Spiel des KSC bei 1860 München mitwirken kann. „Man kann beruhigt sein. Es ist soweit alles in Ordnung“, versicherte Pourié selbst, nachdem er aus der Praxis in den Wildpark zurückgekehrt war. Dasselbe gilt für Rechtsverteidiger Marco Thiede, der sich am Donnerstag wegen muskulärer Probleme in Behandlung begab. „Die aktuelle Situation sei für den KSC „schön“, meinte Thiede, „wir können es selber klarmachen. Mir ist Wurst, was die hinter uns machen, solange wir unsere Spiele durchdrücken.“

Kultstätte und „heißes Pflaster“

Giesing, Grünwalder Straße 114 – das wird am Samstag die Tagesadresse sein, an der sich die KSC-Profis schadlos halten wollen. In seinem Fußballer-Vorleben (2009/10), war das 1860-Gelände auch mal Pouriés Heim-Terrain. Einige Jahre später wirkte dort auch Oliver Kreuzer im Management. Der Sportdirektor des KSC freut sich auf die Rückkehr an den vertrauten Ort. „Eine Kultstätte des deutschen Fußballs – jedes Heimspiel mit 15 000 Leuten ausverkauft. Immer ein heißes Pflaster“, sagt Kreuzer.

Der KSC wolle „nicht nachlassen“, sich in keinem der ausstehenden Rückrundenpartien eine Blöße geben. Nicht in München, nicht gegen die abstiegsgefährdete SG Sonnenhof Großaspach und nicht in Münster. Kreuzer weiß: Ins vierte und finale Match am 18. Mai gegen Halle sollte der KSC bestenfalls mit vier Zählern Vorsprung auf den Rivalen aus Sachsen-Anhalt gehen.

Wie entschlossen sind die Löwen?

Aktuell sind es auf den Tabellendritten deren drei, wobei die um neun Treffer bessere Tordifferenz der Badener eigentlich schon einen Zusatzpunkt wert ist.
Spannend wird sein, wie sich das zuletzt dreimal in Folge leer ausgegangene Team des TSV 1860 auf das Duell mit dem KSC einlassen wird. Am 30. April ist der Aufsteiger im Halbfinale des bayerischen Verbandspokals bei Viktoria Aschaffenburg gefordert. Nur der Gewinn dieses Wettbewerbs würde die Löwen in die erste Hauptrunde des DFB-Pokals bringen, was ihnen Einnahmen von rund 160 000 Euro garantieren würde.