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Bajramovic bleibt Assistent

Vertrag unterzeichnet: Eichner ist jetzt auch offiziell Cheftrainer beim KSC

Am Mittwochvormittag steuerte Christian Eichner die Geschäftsstelle des KSC an und hatte es dann einige Stunden später auch schriftlich: Der 37-Jährige ist jetzt offiziell Cheftrainer des Zweitligisten.

KSC-Trainer Christian Eichner bei der Partie gegen Arminia Bielefeld Ende Juni. Foto: GES

Christian Eichner, angehender Fußballlehrer, unterschrieb im Wildpark einen Zweijahresvertrag, der die Kompetenz, die man ihm schon seit über fünf Monaten zugesprochen hatte, auch in Aufgabenprofil und Bezügen festschrieb.

Zlatan Bajramovic wird als Assistent an seiner Seite bleiben, was nach Informationen dieser Redaktion zwischenzeitlich ebenfalls mit identischer Laufdauer verbrieft worden war.

Bajramovic und Eichner waren im August 2017 nach der Trennung vom damaligen Cheftrainer Marc-Patrick Meister in den Fokus gerückt, Eichner hatte in der anschließenden Konstellation mit Alois Schwartz als zweiter Assistent gearbeitet, Bajramovic die U19 des Vereins übernommen.

Als Schwartz Anfang Februar gehen musste, probierte es der Verein mit Eichner, der sich trotz fehlenden Diploms eine starke Position erarbeitete. Das attestierte ihm auch der zunächst abwartend gebliebene Sport-Geschäftsführer Oliver Kreuzer, der zusammen mit dem kaufmännischen Geschäftsführer Michael Becker einen Haken an die wichtige Personalie machte.

Ringen um Konsens nahm beim KSC Zeit in Anspruch

Das grüne Licht aus dem Beirat der GmbH & Co KGaA, damit die Geschäftsführer die beiden Personalien abschließend regeln konnten, hatte länger auf sich warten lassen. Über letzte Modalitäten war offenbar noch Konsens zu finden gewesen.

Kein Geheimnis blieb, dass man im von Präsidentschaftskandidat Holger Siegmund-Schultze angeführten Beirat aktuell eine sparsame Linie fährt. Der Lizenzspieleretat von Oliver Kreuzer soll angeblich um zehn Prozent gekürzt werden.

Nun bekam Eichner, den zur Vertragsunterzeichnung im Wildpark am Mittwochmorgen sein Berater Ronny Zeller flankierte, worauf er sich erklärtermaßen länger schon gefreut hatte „wie ein Kind“.

Christian Eichner hat mit dem KSC einen Punkteschnitt von 1,2 pro Partie

Seit der Trennung von Alois Schwartz im Februar bekleidete Eichner die Cheftrainer-Rolle. Grundlage war dabei immer sein Assistenztrainer-Kontrakt und wohl auch die darin festgehaltenen Bezüge geblieben.

Seine Erfolgsausbeute mit der Profimannschaft aus 14 Zweitligaspielen ist gekennzeichnet durch einen Schnitt von 1,2 Punkte pro Partie. Der Einstieg im DFB-Achtelfinale gegen den Regionalligisten 1. FC Saarbücken war am 5. Februar mit 3:5 nach Elfmeterschießen danebengegangen.

Der Sieg im Derby gegen den VfB Stuttgart (2:1) und dasselbe Resultat im alles entscheidenden Saisonfinale in Fürth waren nach der Corona-Pause die emotionalen Highlights gewesen. Eichner landete mit der Mannschaft am Ende knapp und auch etwas glücklich über dem Strich und durfte schon länger damit rechnen, die Belohnung für sein Wirken als Novize in bedrängten Zeiten zu erhalten.

KSC war nach der Corona-Pause stabiler

Beim KSC hatte der frühere Linksverteidiger als Chef auf Widerruf vor allem darauf Wert gelegt, sich von den Strukturen und Gewohnheiten seines vormaligen Chefs Schwartz zu lösen. Er versuchte es mit einer offensiveren Ausrichtung, die den KSC vor allem nach der Corona-Pause tatsächlich stabiler aussehen ließ.

Spieler wie Martin Röser, Dominik Kother, Marco Djuricin und Dirk Carlson, die bei Schwartz mehr oder weniger abgehängt waren, durften sich wieder zeigen.

Eichner wird am 2. August den Kader, der dann mit sieben, acht neuen Spielern aufgestellt sein wird, im Wildpark zum Trainingsauftakt für die Saison 2020/2021 erwarten. Ein Trainingslager vom 19. Bis 27. August hat der KSC inzwischen auch in der Planung. So hatte sich Sport-Geschäftsführer Oliver Kreuzer zusammen mit Burkhard Reich zu Beginn der Woche mögliche Quartiere in Oberösterreich angeschaut.

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