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Das rät ein Anwalt

Viele Mini-Jobber werden nicht richtig bezahlt – Mann aus Malsch macht seinen Fall öffentlich

Mini-Jobber müssen bezahlt werden, auch wenn ihr Arbeitstag auf einen Feiertag fällt, sie krank sind oder Urlaub haben. Viele Arbeitgeber umgehen das. Ein ehemaliger Mini-Jobber aus Malsch macht seinen Fall nun öffentlich. Das rät der Karlsruher Anwalt Philipp Hochstein Betroffenen.

Jörg Rupp hat seine geleisteten Stunden in seinem Smartphone notiert – auf der monatlichen Gehaltsabrechnung fehlten dann manche Stunden. Sensible Daten sind unkenntlich gemacht. Foto: Sebastian Raviol

Jörg Rupp hat schon Regale aufgefüllt, da hießen die Supermärkte noch „Pfannkuch“ oder „Kolossa“. An die Zeit vor der Jahrtausendwende erinnerte sich der Mann aus Malsch in diesem Frühjahr zurück. Rupp, in der Region als politisch aktiv bekannt und mittlerweile Standortleiter eines Obstlieferanten, fehlten durch Kurzarbeit monatlich 700 Euro. Zugleich kauften die Menschen zu Beginn der Corona-Krise die Regale leer, Supermärkte suchten händeringend nach Mini-Jobbern. „Ich bin über 50 und nicht mehr sehr sportlich“, sagt Rupp. „Aber wenn du das Geld brauchst, machst du das.“

Also füllte er bei Rewe in Malsch Regale auf. Schwere Paletten mit Konserven, bücken, lüpfen, einräumen. „Es ist für die Leute selbstverständlich, dass etwas in den Regalen ist“, sagt Rupp. „Der Job wird nicht gesehen.“ Das ZDF hat über ihn als einen der Corona-Helden berichtet. Dabei geht es für Rupp nach seinen fünf Monaten als Regalauffüller um etwas ganz anderes: die Bezahlung von Mini-Jobbern.

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