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Rückkehr aus dem Enzauenpark?

Citylauf Pforzheim taugt 2020 nur als Denksport

An diesem Sonntag hätte der Citylauf in Pforzheim stattfinden sollen. Doch das Coronavirus verhindert die größte Sportveranstaltung der Stadt. So rückt schon die Planung für 2021 in den Fokus - mit der Neuauflage der Standortfrage.

Laufen geht eigentlich immer - nur diesmal nicht beim Citylauf. Auch der Walter-Nordstadt-Lauf steht 2020 auf der Kippe. Foto: PK

Nach langen, langen Diskussionen über den Standort für den Citylauf hätte das größte Pforzheimer Sportevent an diesem Sonntag im Enzauenpark stattfinden sollen. Doch bekanntlich macht die Corona-Pandemie der Massenveranstaltung einen Strich durch die Rechnung. So läuft in diesem Jahr also gar nichts – außer Denksport.

Leichtathletikverband erwägt Rückkehr in die City

Denn der Badische Leichtathletikverband erwägt für 2021 die von vielen in der Stadt erhoffte Rückkehr in die Innenstadt. Dazu braucht es aber viele Gespräche mit den zuständigen Stellen in der Verwaltung und eine Menge Hirnschmalz.

„Wir denken schon ans nächste Jahr“, bestätigt Mareike Röder ziemlich genau zwölf Monate vor dem nächsten Termin. Die Geschäftsführerin des Badischen Leichtathletikverbands (BLV) erklärt, man werde prüfen, unter welchen Bedingungen eine Rückkehr in die City möglich ist. Mit entscheidend ist abermals die Baustellensituation in der Pforzheimer Innenstadt.

Schon ein zu hoher Bordstein kann eine Strecke verhindern

Man werde in den kommenden Wochen – sobald trotz Kurzarbeit beim BLV die nötigen Kapazitäten frei sind – ans Ordnungsamt herantreten und klären, welche Strecken überhaupt denkbar sind. Wege für den ÖPNV und die Umleitungsstrecken der A8 müssen in jedem Fall frei bleiben. Und selbst wenn all das geklärt ist, reicht nachher mitunter schon ein zu hoher Bordstein auf dem gedachten Kurs, um eine Strecke zu kippen. „Es ist keine ganz leichte Aufgabe, eher schon Denksport“, sagt Röder.

Nachdem der BLV für 2020 auf Absprachen verwiesen hatte, wonach der Lauf wegen der Baustellensituation aus organisatorischen Gründen wie schon 2019 im Enzauenpark stattfinden solle, gibt sich Röder für das kommende Jahr offen, den Wünschen von Stadt Pforzheim und Sponsor Stadtwerke Pforzheim entgegenzukommen. Am offensten wäre sie, wenn die Stadt dafür ihren Finanzzuschuss erhöht.

Mindestens 50.000 Euro kostet die Organisation - in der City wird’s noch teurer

50.000 bis 60.000 Euro rechnet Röder – ohne Personal – für die Organisation. „Und die City ist dann nochmal kostenintensiver“, erklärt sie etwaige Bedenken. Wer die höhere Rechnung begleicht, ist Verhandlungssache. Ziel des BLV ist es, dieses Jahr Gewissheit über die Strecke zu erhalten, damit Anfang 2021 die Detailplanung beginnen kann. Diesmal war die Wartezeit wegen Diskussionen in und mit der Pforzheimer Politik länger gewesen. Unter anderem hatte sich OB Peter Boch plötzlich überraschend für die City als Standort stark gemacht, als der BLV längst davon ausging, erneut für den Park planen zu können.

Als Termin ist der 4. Juli 2021 vorgesehen

Für den Termin 2021 haben die Organisatoren den 4. Juli im Blick. Unerwartet müssen sie bei der Planung abermals der wegen Corona verschobenen Fußball-EM aus dem Weg gehen, um maximale Aufmerksamkeit für ihr Event zu bekommen. Ein Sommer-Sonntag bleibt gesetzt, und der Termin Anfang Juli wäre spielfrei. Ein paar Unsicherheiten bleiben aber, nicht zuletzt auch hier noch wegen der Pandemie. „Dieses Damoklesschwert wird auch 2021 noch über uns schweben“, sagt Röder.

Wir sehen den Namen als Marke.
Mareike Röder, Geschäftsführerin des Badischen Leichtathletikverbands

Sicher ist indes, dass der Name Citylauf nun bleibt und es keine Änderung gibt, auch wenn es 2021 noch nicht mit der Rückkehr in die Stadt klappen sollte. „Wir sehen den Namen als Marke“, erklärt die BLV-Geschäftsführerin.

Entscheidung über Walter-Nordstadt-Lauf soll diesen Monat fallen

Ob übrigens der für Oktober vorgesehene Walter-Nordstadt-Lauf stattfindet, wollen die Sponsoren im Juli entscheiden. Eine Austragung der sonst um die 900 Teilnehmer zählenden Veranstaltung gehe nicht nur mit einer Verringerung der Teilnehmerzahl einher, sondern auch einem Stapel an weiteren Auflagen. Daher befinde man sich noch in Diskussionen, heißt es auf Anfrage dieser Redaktion.

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