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Tag des offenen Denkmals

Drei Premieren auf dem Weg durch Pforzheims Bauerbe

Als Antwort auf die Corona-Situation gibt es beim Tag des offenen Denkmals in Pforzheim vor allem virtuelle Rundgänge, aber nicht nur: Im Schmuckmuseum wird eine Ausstellung eröffnet und auch Architektur gibt es nicht nur im Netz.

Digital statt real: Die Schlosskirche gehört wie immer zum Programm beim Tag des Denkmals in Pforzheim. Dieses Mal reicht aber in den Computer oder ins Handy zu schauen, um dabei zu sein, wie Bürgermeisterin Sibylle Schüssler, Denkmalschützerin Stéphanie Toussaint, Kulturamtsleiterin Angelika Drescher und die stellvertretende Leiterin des Schmuckmuseums Isabel Schmidt-Mappes (von links) deutlich machen. Foto: Edith Kopf

Blicke hinter die Kulissen öffentlich zugänglicher Räume soll jeder Tag des offenen Denkmals bieten. Dieses Mal könnte dies sehr intim gelingen. Der Rundgang durch Pforzheims Baukultur ist am Sonntag, 13. September, erstmals virtuell zu erleben, kündigt Bürgermeisterin Sibylle Schüssler an. Das Kulturamt schaltet digitale Präsentationen frei, die zu einem guten Teil nur bis Monatsende gezeigt werden.

Computer statt Live-Erlebnis muss aber nicht sein, bei dem laut Kulturamtschefin Angelika Drescher in Pforzheim nicht zuletzt dank des bisherigen Denkmalschützers Christoph Timm sehr beliebten Angebots. „Kunst am Bau“ kann auch real erkundet werden. Die Führung von Chris Gerbing hat zwei Teile. Die Kunsthistorikerin erläutert von 14 bis 15 Uhr einen „steinernen Zeugen der Industriegeschichte“: Das Kollmar & Jourdan-Gebäude. Dem folgt von 15.15 bis 16 Uhr ein vertiefter Blick auf das von Manfred Lehmbruck als Gesamtkunstwerk konzipierte Reuchlinhaus.

Unmittelbar zum Hinschauen ist auch, was die im Juli 2019 gegründete Sektion Schmuck im Pforzheimer Kulturrat zusammengetragen hat. Die Ausstellung im Schmuckmuseum wird am Tag des Denkmals um 11 Uhr eröffnet und bis 20. September gezeigt. Damit verbunden sind nach der Vernissage Führungen um 13 und 16 Uhr, um 14 Uhr das Stück „Die Magische Tafel“ für Erwachsene und Kinder ab sechs Jahren sowie ab 15 Uhr Jazzmusik.

Virutelle Rundgänge durch die Schlosskirche

Nicht an eine Uhrzeit gebunden ist, was Denkmalschützerin Stéphanie Toussaint für die Corona-Ausgabe des Tag des offenen Denkmals zusammengestellt hat. Damit verbunden sind drei Premieren. Die virtuellen Rundgänge durch die Schlosskirche bis hoch ins Gebälk von Undefined Wunderlich Solutions, im Rathaus bis zum Glockenspiel mittels 360-Grad-Fotografie sowie im Reuchlinhaus von der Firma Raumgang sind Premieren. Weiter gibt es eine „fotografische Reise“ durch das zur Villa Viola umgebaute frühere Pfarrhaus der Auferstehungskirche sowie einen virtuellen Rundgang durch die Kirche selbst vom Projekt Dialog im Netz der evangelischen Landeskirche.

Videos zur ehemaligen Schmuckfabrik Kollmar & Jourdan steuern Manfred Fiess, Edwin Mohr und Harald Spies zum Denkmaltag bei. Sebastian Seibel und Ana Kugli stellen die Matthäuskirche in Text, Bild und per Video vor.

Die wegen Sanierungsarbeiten ohnehin nicht zugängliche Ruine Liebeneck sowie das Jugendstilgebäude des EMMA Kreativzentrums kann ebenfalls erkundet werden. Den nahen Blick auf Details gestaltete in beiden Fällen die Firma Raumgang.

Von professioneller Hand begleitet sein können auch Stadtführungen, die Freunde des Denkmaltags ganz autonom unternehmen. Schließlich gibt es seit geraumer Zeit Podcasts ergänzend zu Flyern, die analog den Weg weisen zur Nachkriegsmoderne oder zu den Anfängen der Schmuckgeschichte am Waisenhausplatz in Pforzheim.

Schmuckausstellung

Führungen sind am 15., 16., 17., 19. und 20. September jeweils um 13 Uhr, am 16. September sind um 14 Uhr ein Kinderworkshop und um 15 Uhr eine Krimizeit mit Uschi Gassler, am 18. September gibt es um 15 Uhr ein Künstler-Gespräch.

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