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Letzter Wunsch erfüllte sich nicht

Frieda Hölzle aus Neulingen ist mit 108 Jahren gestorben

So alt wie Frieda Hölzle wurde noch nie jemand in Neulingen. Die Seniorin hatte ein erfülltes Leben. Ihr letzter Wunsch aber erfüllte sich nicht.

Letzter Wunsch ging nicht mehr in Erfüllung: Frieda Hölzle geborene Schäfer, die in Bauschlott kann den 90. Geburtstag ihrer ältesten Tochter Herta Böhme im August dieses Jahres nicht mehr erleben. Foto: Peter Dietrich

Noch nie wurde in Neulingen jemand so alt wie Frieda Hölzle, geborene Schäfer. Nach einem erfüllten Leben ist sie im Alter von 108 Jahren im Seniorenzentrum Bethesda in Bauschlott friedlich verstorben.

Hölzle entstammt einem alten Geschlecht aus Dürrn, wo sie im Elternhaus mit fünf Brüdern und vier Schwestern aufwuchs. Mit viel Arbeit, Mühe, Fürsorge und Gottvertrauen hielt sie sich bis ins hohe Alter fit.

Ihr Ehemann Wilhelm, der im Bauschlotter Rathaus Gemeinderechner war, starb bereits 1977 im Alter von 67 Jahren. Bis vor zehn Jahren versorgte Frieda Hölzle selbstständig ihren Haushalt und den Garten. Nach einem Sturz in ihrem Haus konnte sie nicht mehr alleine bleiben und zog in das Seniorenzentrum um. Es gefiel ihr dort und sie war sehr dankbar für die gute Versorgung.

Ein letzter Wunsch allerdings hat sich nicht mehr erfüllt: Hölze wollte am 26. August dieses Jahres den 90. Geburtstag ihrer ältesten Tochter Herta Böhme feiern. Dies wäre schon etwas ganz Besonderes gewesen, zumal Böhme vor einigen Jahren von einer schweren Krankheit wieder genesen ist.

Corona durchkreuzt die Feier-Pläne

Hölzle hinterlässt zwei Töchter, einen Sohn, fünf Enkel und fünf Urenkel. Wegen der Einschränkungen in der Corona-Pandemie konnte die Dame ihren letzten Geburtstag am 29. Dezember 2020 nicht mehr feiern.

Ebenfalls wegen Corona findet die zu einem späteren Zeitpunkt angesetzte Trauerfeier mit Urnenbeisetzung nur im engsten Familienkreis statt. Auch der Musikverein Bauschlott darf zum Abschied nicht auf dem Friedhof spielen. Bei dessen Ständchen zu ihrem 100. Geburtstag vor dem Landgasthof „Alder“ nahm Frieda Hölzle für kurze Zeit den Taktstock selbst in die Hand.

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