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Vollsperrung B294

Es brennt schon wieder bei Alba in Pforzheim

In Pforzheim brennt es erneut auf dem Gelände des Entsorgungsunternehmens Alba. Es ist der zweite Brand dort in kurzer Zeit. Erst Ende Juli stand dort eine Halle in Flammen. War es Brandstiftung?

Brand bei Alba: Zum zweiten Mal innerhalb eines Monats stand eine Lagerhalle des Entsorgungsunternehmens in Pforzheim in Flammen.
Foto: Igor Myroshnichenko

Zum Brand einer Lagerhalle der Firma Alba in der Straße Im hinteren Zeil in Pforzheim sind Polizei und Feuerwehr am Dienstagnachmittag gerufen worden. Gegen 17 Uhr seien mehrere Notrufe eingegangen, berichtete ein Polizeisprecher am frühen Abend. Die Pforzheimer Berufsfeuerwehr rückte mit einem Großaufgebot aus und ist aktuell noch immer im Einsatz.

Bereits eine halbe Stunde nach dem Alarm habe die Feuerwehr die Flammen weitgehend unter Kontrolle gehabt, so berichtete der Sprecher des Unternehmens ALba, Matthias Hochstätter, dann Stunden später in einer Pressemitteilung. Er erklärte jedoch, die Löscharbeiten würden sich noch bis weit in die Nacht hinziehen. Verletzt worden sei niemand, versicherte Alba, was die Feuerwehr inzwischen bestätigte.

Niemand wurde verletzt

Es ist der zweite Brand bei dem Entsorgungsunternehmen im Gewerbegebiet Brötzinger Tal innerhalb eines Monats. Bereits Ende Juli stand dort eine Halle in Flammen, in der Papier und Kartonagen gelagert wurden. Beim jetzigen Brand scheint es sich um die Halle daneben zu handeln. Dort lagerten vor allem Gewerbeabfälle, Papier und Bauschutt.

Gegen 19.30 Uhr brannte es noch immer, allerdings hätten Feuerwehrleute die Rauchentwicklung mittlerweile eindämmen können, erklärte ein Polizeisprecher dieser Redaktion. Einsatzkräfte der Pforzheimer Berufsfeuerwehr hatten quer zum Betriebsgelände des Entsorgers Leitungen über die Bahnlinie gelegt, um die Versorgung mit Löschwasser sicherzustellen. Aus diesem Grund ruht der Bahnverkehr weiterhin und deshalb muss offenbar auch die Bundesstraße bis zum späten Abend voll gesperrt bleiben.

Unklar ist derzeit die Brandursache. Alba-Pressesprecher Hochstätter teilt allerdings mit, man werde bei den Ermittlungsbehörden „auf eine äußerst genaue Untersuchung drängen.“ Nachdem am 28. Juli die Lagerhalle 1 komplett abgebrannt war und nun die benachbarte Halle 3 dürfe man Brandstiftung nun nicht mehr ausschließen, so Hochstätter weiter.

Es dürfte noch eine beträchtliche Weile dauern, bis die Einsatzkräfte ins Gebäude hinein können.
Sprecher, Polizei Pforzheim

Die Berufsfeuerwehr wurde unterstützt durch weitere Einsatztrupps. Die Polizei war am Brandort vor allem damit beschäftigt, der Feuerwehr die Wege frei zu halten. Ein Polizeihubschrauber war ebenfalls unterwegs.

Die Bevölkerung wurde über die Warn-App Nina auf die starke Rauchentwicklung hingewiesen. Die Anwohner wurden aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten und Lüftungen und Klimaanlagen abzuschalten.

Damals entstand Schaden in Millionenhöhe

Bei dem Großbrand bei Alba Ende Juli war das Feuer in einer Lagerhalle für loses Papier ausgebrochen, das dann auf nebenan gelagerte Ballen aus gepressten Kartonagen übergriff. Die Flammen breiteten sich so rasant aus, dass die Halle in der Folge mehr oder weniger ausbrannte und nun so stark beschädigt ist, dass sie wohl nicht mehr benutzt werden kann. Verletzt wurde auch damals niemand. Dem Müllentsorger entstand ein Schaden in Millionenhöhe. Wie hoch er jetzt ist, dazu gab es am Dienstagabend keine Angaben.

Rauchwolken hinter einem Gebäude
Die Rauchwolken des Brandes bei der Firma Alba waren weit zu sehen. Foto: Philip Sandrock

Aufhorchen ließ vor Wochen die Tatsache, dass es nur zwei Tage nach dem Feuer in der Pforzheimer Lagerhalle in einer Lagerhalle desselben Entsorgers in Waghäusel brannte. Hinweise für Brandstiftung fanden die Ermittler in beiden Fällen keine. Davor hatte es bei Alba in Waiblingen gebrannt. Bei dem Feuer Ende März in einem Waiblinger Gewerbegebiet entstand nach Informationen der Stuttgarter Nachrichten ebenfalls ein Millionenschaden.

Zuletzt mehrere Brände bei verschiedenen ALba-Standorten

Die Firma verarbeitet große Mengen an Papier und Kartonagen mit einer Pressmaschine. In dem großen Müllaufkommen könne sich mitunter auch Elektroschrott befinden und dazu beigetragen haben, dass sich ein Teil erhitzte und entzündete. Auch die anhaltende Trockenheit und Hitze dürften eine Rolle gespielt haben, so vermutete die Polizei unlängst in einer Beurteilung des Feuers in Pforzheim.

Ob sie die Situation nach dem jüngsten Brand anders einschätzt, ließ sich am Dienstagabend nicht mehr in Erfahrung bringen.

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