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Bäderkrise in Pforzheim

Mit Rodungsarbeiten beginnt der Abriss des Emma-Jaeger-Bads in Pforzheim

Weil noch immer kein Investor für Pforzheims größtes und marodes Freibad gefunden wurde, droht nun der Bäderkompromiss von 2020 zu bröckeln. Wird die Stadt womöglich doch einen Investor bezuschussen?

Es geht los: Am Montag haben die Vorarbeiten zum Abriss des Emma-Jaeger-Bades begonnen. Der eigentliche Abriss soll im Herbst 2021 starten. Foto: Herbert Ehmann

Die Kälte hat den Arbeitern nichts anhaben können. Pünktlich am Montag machte sich ein kleiner Tross auf den Weg zum Emma-Jaeger-Bad in der Pforzheimer Innenstadt. Bäume wurden zurechtgesägt, bis Freitag dauern die Rodungsarbeiten an – der erste Schritt hin zum Abriss des Bades. Wird also endlich alles gut bei den Bädern? Es sieht nicht danach aus.

Die großen Sorgenkinder derzeit sind die Freibäder sowie das Fritz-Erler-Bad. Für das Nagoldfreibad hat der Gemeinderat jüngst für 150.000 Euro ein Baugutachten beschlossen, um endlich Klarheit darüber zu haben, wie viel eine Sanierung kosten würde – im Raum steht ein Millionenbetrag. Und für das Wartbergbad gibt es noch immer keine guten Nachrichten. Das setzt langsam Verwaltung und Gemeinderat unter Druck.

Das Problem skizziert die Stadt auf Anfrage so: „Unter diesen Rahmenbedingungen erscheint die Realisierung eines Kombibades durch einen Investor nicht erfolgversprechend.“ Diese Bedingungen besagen, dass die Gemeinde direkt oder indirekt über die Eigenbetriebe kein Geld an den möglichen Investor zuschießen darf. Es gebe zwar „vereinzeltes Interesse“ – aber faktisch niemanden, der ohne Zuschuss das Risiko tragen möchte. Es ist ein Teufelskreis.

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