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Affäre um Millionenverluste

Richter abberufen: Stadtwerke-Prozess in Pforzheim verzögert sich auf unbestimmte Zeit

Millionenverluste, Machtpolitik und Männerfreundschaften: Zwei Jahre nach dem Rausschmiss zweier Geschäftsführer liegt der Abschluss der Pforzheimer Stadtwerke-Affäre in weiter Ferne. Jetzt wurde auch noch der zuständige Richter abberufen.

Altlasten: Bei den Stadtwerken Pforzheim – hier die Zentrale im Sandweg – ist die fristlose Kündigung der damaligen Geschäftsführer vor zwei Jahren immer noch nicht juristisch abgeschlossen. Foto: Daniel Streib

Zwei Jahre nach dem spektakulären Rausschmiss der damaligen Chefs der Stadtwerke Pforzheim (SWP), Roger Heidt und Thomas Engelhard, ist immer noch offen, ob die Maßnahme vom Januar 2019 rechtlich korrekt war. Für eine weitere Verzögerung sorgt nun ein vakant gewordener Richterstuhl.

Es geht um Millionenverluste, Machtpolitik und Männerfreundschaften: SWP-Chef Heidt, der frühere Erste Bürgermeister der Stadt Pforzheim, und sein Co-Geschäftsführer Engelhard waren nach einer Sondersitzung des Aufsichtsrats „mit sofortiger Wirkung abberufen“ worden. Das teilte Aufsichtsratschef Dirk Büscher damals mit, der inzwischen Heidts (beide CDU) Nachfolger als Erster Bürgermeister ist.

Zuvor hatte ein Gewinneinbruch beim größten städtischen Tochterunternehmen die ohnehin schon fragile Haushaltsplanung von Oberbürgermeister Peter Boch (CDU) ins Wanken gebracht. Denn Millionengewinne der Stadtwerke waren bis dahin traditionell fest im städtischen Etat eingepreist gewesen.

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