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Abstieg wäre nicht überraschend

Spvgg Durlach-Aue hofft auf den ersten Verbandsliga-Sieg nach 2019

Der Fußball-Verbandsligist Spvgg Durlach-Aue blieb in der abgebrochenen Corona-Saison gänzlich sieglos. Umso größer ist die Hoffnung auf einen baldigen Grund zum Jubeln.

Viele Spieler aus der Jugend oder Neuverpflichtungen sollen in der neuen Verbandsliga-Saison bei der Spvgg Durlach-Aue eine Chance bekommen. Foto: GES/Helge Prang

Der letzte Verbandsligasieg der Spielvereinigung Durlach-Aue datiert aus dem Kalenderjahr 2019. In den acht Ligaspielen die 2020 über die Bühne gingen, blieb die Truppe von Rückkehrer und Neutrainer Daniel Kreuzer gänzlich ohne Sieg.

Im Sommer 2020 wurde der kapitale Umbruch vollzogen, internen Unruhen folgte der Schnitt mit dem Erfolgsquintett Gondorf sowie reihenweise Abgängen ehemaliger Nachwuchsspieler und jahrelanger Schlüsselspieler.

Der Scherbenhaufen im Oberwaldstadion ist zumindest in der Abteilungsbesetzung neu aufgeteilt, eine Verbandsligainfrastruktur und sportliche Konkurrenzfähigkeit in ebenjener Sportklasse scheint jedoch nicht gegeben. Ein Abstieg in die Landesliga käme nicht überraschend.

Spvgg Durlach-Aue will alles für den Klassenerhalt in der Verbandsliga geben

Der nach schweren Verletzungen eingeplante Leistungsträger Samuel Brunner feierte nach langer Pause zuletzt im Test gegen den VfB Knielingen (0:0) sein Comeback. „Für meine Mannschaft ist die Unterbrechung nicht das Schlechteste“, gab Kreuzer im Oktober zu. „Der Weg ist nicht einfach, soll aber nachhaltig sein. Wir sind mit den Ergebnissen natürlich nicht zufrieden, ein Lernprozess braucht aber Zeit.“

Zehn Monate später sei die Spielvereinigung laut Kreuzer „im Prinzip erstmal genesen. Viele Spieler aus der Jugend oder Neuverpflichtungen, die anderswo in ersten Mannschaften keine Chancen haben, bekommen bei uns die Gelegenheit“. Der erfahrene Trainer scheut die schwierige Aufgabe nicht. „Es kann nur der Klassenerhalt das Ziel sein, für das wir alles geben wollen. Wir müssen abwarten, wie sich die jungen Spieler machen“, sagt er.

Wir haben gute Ansätze. Aber in manchen Situationen fehlt das Wissen und die Cleverness.
Daniel Kreuzer, Trainer Spvgg Durlach-Aue

Der erfahrene Torjäger schnürt derweil auch im beherzten Alter von 45 wieder seine Fußballschuhe und traf prompt im Test der A-Klassen-Zweitvertretung per schönem Heber, kann die Lage aber realistisch einschätzen: „Wir haben gute Ansätze. Aber in manchen Situationen fehlt das Wissen und die Cleverness. Jugend- und Senioren-Verbandsliga, das sind zwei Stiefel. Das haben manche Spieler noch nicht verinnerlicht.“

Kein Abstieg der Spvgg Durlach-Aue aus der Verbandsliga wäre überraschend

Daniel Kreuzer, Trainer Spvgg Durlach-Aue. Foto: GES/Helge Prang

Eine Leistungssteigerung war in den Testspielen zu erkennen, Aue schlug dennoch nur einen Landesligisten bei gleich drei Niederlagen.

„So eine junge Mannschaft ist eine Wundertüte. Sie kann eine Eigendynamik annehmen. Auch hintenrum, wenn es schlecht läuft. Dann werden Köpfe hängen. Aber das Vertrauen bekommen sie von mir. Die werden Fehler machen und wir werden ruhig arbeiten. Diese Rückendeckung bekomme ich vom Verein“, sagt Kreuzer.

Und weiter: „Die Stimmung ist gut. Wir wollen eine Entwicklung feststellen und spielen separat unsere eigene Liga aus. Die Verbandsliga ist eine tote Liga. Der Erste ist für den Letzten nicht zu schlagen, die Spitzenteams sind einfach zu stark. Es ist einfach so, dass die Teams unten keine Chance haben.“ Die Spielvereinigung geht in die achte Verbandsligaspielzeit in Serie, mit den finanziellen Möglichkeiten eine beachtliche Leistung.

Zur Wahrheit gehört aber auch, dass der sportliche Abstieg ohne zwei Abbruchspielzeiten in Serie bereits im Vorjahr hätte geschehen können. Vorbei sind die Zeiten mit jungen Talenten, die bewährt auf Verbandsliganiveau in Aue zu gestandenen Leistungsträgern in anderen Teams wurden. Ein Nichtabstieg wäre ein kleines sportliches Wunder.

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