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Großformatige Reliefs

Erstes U-Strab-Kunstwerk nimmt Gestalt an: Markus Lüpertz startet mit Bemalung

Wenn die U-Strab nach bisheriger Planung Ende 2021 ihren Betrieb aufnimmt, dann soll es auf den 14 Bahnsteigen der sieben Stationen großformatige Reliefs des Künstlers Markus Lüpertz geben. Die Vorbereitungen für die Herstellung dieser Reliefs in der Karlsruher Majolika laufen auf Hochtouren, nun steht das erste Relief vor der Fertigstellung.

Markus Lüpertz hat mit dem Bemalen des ersten U-Strab-Kunstwerks begonnen. Foto: Andrea Fabry

Gespannt wartet man in Karlsruhe auf die ersten Einblicke, was die geplanten 14 großformatigen Reliefs von Künstler Markus Lüpertz für die sieben Haltestellen der U-Strab angeht. Das Projekt „Genesis“ hatte einst kommunalpolitisch die Gemüter erhitzt, den Segen des OB und des Gemeinderats bekommen.

Doch das Projekt zog sich nun über Jahre dahin. Zunächst musste ein eigens gegründeter Verein das Geld sammeln. Als dies erfolgreich gelang,  stellte sich heraus, dass das von Kunstpromotor Anton Goll vorangetriebene Projekt technisch nicht so einfach aufs Gleis zu setzen ist. Es gab erheblichen Abstimmungsbedarf mit der Kasig in Sachen Brandschutz und Installation der Kunstwerke.

Parallel zur Klärung dieser Fragen und natürlich auch den Beschränkungen der Corona-Zeit nahm Lüpertz in der Majolika am Ahawerk die Arbeit auf. Das erste Bild nimmt nun Gestalt an. Aufgrund der Größe und der Schwere des Kunstwerkes erfolgt dies im größten Atelier der Majolika auf einer speziell dafür entwickelten XXL-Staffelei.

Lüpertz arbeitet an Groß-Staffelei

Noch bis spät in den Abend hinein wurde in den vergangenen Tagen gehämmert, gesägt und geschweißt. Spezielle Hebewerkzeuge und Halterahmen aus Stahl wurden in Position gebracht, um die zehn Platten dieses ersten Bildes – jede davon rund 150 kg schwer – dort aufzulegen.

Zwei mal vier Meter groß sollen die Genesis-Tafeln aus Majolika-Fliesen mit bis zu 15 Zentimeter starkem Relief sein – gefertigt vom Kunststar Lüpertz im Atelier der Majolika und gebrannt in deren Ofen. Auf den 14 Bahnsteigen der sieben U-Strab-Stationen soll ein „Lüpertz“ hängen. Foto: N/A

Zwei Reihen zu je fünf Platten aus Ton mit einer Fläche von zwei mal vier Metern und einem Gesamtgewicht von über 1,5 Tonnen liegen nun auf der Staffelei. Nach dem ersten Brand nimmt der, beim Trocknen noch graue Ton, die rote Farbe an.

Markus Lüpertz hat vorab bereits zahlreiche Glasuren ausgewählt und verschiedene Testbrände absolvieren lassen, um die endgültigen Farben auf dem Ton sehen zu können. Die Farbdiskrepanz zwischen den mit dem Pinsel aufgetragenen Glasuren,und dem Ergebnis nach dem dann folgenden zweiten Brand, dem Glasur- oder Glattbrand, ist erheblich. Daher brauche der Künstler viel Phantasie und Einfühlungsvermögen, um das Ergebnis in Gedanken vorwegzunehmen, teilte Anton Goll mit.

Erfüllt das Werk alle Anforderungen, wird es zum Einbau freigegeben, dies dient auch als „Blaupause“ für den Einbau weiterer Reliefs. Nach der Abnahme des ersten Kunstwerkes durch den Künstler vor Ort, wird es sorgfältig abgedeckt und verbleibt so bis zur offiziellen Eröffnung. Die weiteren Kunstwerke werden nach ihrer Fertigstellung ebenfalls zeitnah eingebaut und geschützt.

Form und Ton wiegen drei Tonnen

Mit den Erkenntnissen des ersten Kunstwerkes werden anschießend zwei bis drei weitere Gipsformen aufgebaut, damit Markus Lüpertz parallel an mehreren Objekten arbeiten kann. Die Grenze zieht die Statik des  Majolika-Gebäudes, denn zusammen sind es rund drei Tonnen, welche die Form und der Ton für ein einziges Bild auf den Boden bringen.

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