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Nachfrage nach Brennstoff steigt

Baumarkt, lokaler Betrieb und illegaler Händler: So läuft das Geschäft mit dem Brennholz

Ein Laster aus dem Ausland, der Waren in den Enzkreis bringt, die dort günstig verkauft werden. Klingt das suspekt? Für manche bestimmt. Dabei geht es um Brennholz. Nicht angemeldet, ist der Handel dennoch illegal. Vom Geschäft mit den Scheiten.
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Ein Sonntagnachmittag reiche aus, erzählt Thorben H.. Dann sei alles verkauft, die Anzeige im Internet wieder verschwunden. Und H. und sein Kollege um ein paar Tausend Euro reicher. Was klingt wie der Handel mit Drogen, ist eigentlich unspektakulär. Denn die beiden Männer wollen lediglich Brennholz verkaufen, das sie aus dem Ausland bekommen. Dennoch wollen sie anonym bleiben: „Du handelst gewerblich, ohne eines zu haben. Beschaffung und Vertrieb laufen schwarz“, erklärt H..

Wer im Winter seinen Kamin befeuert oder sogar zentral mit Holz heizt, fährt entweder mit Motorsäge und Anhänger selbst in den Wald – oder kauft seinen Brennstoff bei heimischen Anbietern. Das Angebot im Internet von regionalen Händlern ist riesig. Besonders die Online-Verkaufsplattform Ebay Kleinanzeigen ist voll mit Annoncen wie „Trockenes Mischholz inklusive Lieferung“, oder „Brennholz Buche, ofenfertig“. 2019 wurden nach Angaben des Ministeriums für ländlichen Raum in den Wäldern Baden-Württembergs 719.000 Festmeter Holz, etwa 542.000 Tonnen, geschlagen. Viel Holz wird auch importiert: 304.000 Tonnen waren es im Jahr 2019.

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