Skip to main content

Meinung

von Julia Weller

Krankheit oft belächelt

Migräne-Patienten denken sich ihr Leid nicht aus

Viele Migräne-Patienten kämpfen nicht nur mit unerträglichen Schmerzen, sondern auch mit Stigmatisierung und dem Vorwurf, faul zu sein. Das muss sich ändern.

Nichts geht mehr: Wenn die Migräneattacke kommt, können manche sich nur noch hinlegen und den Kopf zwischen die Hände pressen (Symbolbild). Foto: Imago Images/staras

Hört auf, kritisch nachzufragen. Hört auf, ungebeten Pfefferminzöl und Espresso mit Zitronensaft zu empfehlen. Und hört auf, immer wieder skeptisch die Augenbrauen hochzuziehen, wenn die Kollegin wieder „nur wegen Kopfschmerzen“ zuhause war! Migräne-Patienten denken sich ihr Leid nicht aus. Leider gibt es allzu viele Nicht-Betroffene, die sich allerhand Gegensätzliches ausdenken.

Die Stigmatisierung von Menschen mit chronischen Kopfschmerzen muss aufhören. Wer wegen des Pochens im Hirn Angst hat, dass sein Schädel platzt, hat nicht zu viel Schokolade gegessen. Er hat eine Krankheit, über die wir immer noch viel zu wenig wissen.

Das liegt auch daran, dass wir es oft gar nicht so genau wissen wollen – weil Kopfschmerzen als alltäglich betrachtet werden. Die Leistungsgesellschaft glorifiziert sie bisweilen gar als Ausdruck harter Arbeit. Nur wem abends der Kopf raucht, der hat tagsüber einen guten Job gemacht? Nein.

Kostenlos weiterlesen

  • 7 Tage BNN+ lesen
  • Kein Abo, keine Kosten
  • Weniger Werbung

Informationen zur Verarbeitung personenbezogener Daten finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Die BNN ist berechtigt, Ihre E-Mail-Adresse zur Information über eigene und ähnliche Produkte (wie BNN+, ePaper oder Zeitung) zu nutzen. Sie können der Verwendung jederzeit hier widersprechen, ohne dass hierfür andere als die Übermittlungskosten nach den Basistarifen entstehen.
nach oben Zurück zum Seitenanfang