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Bäderkonzept 2020

Hallenbad in Neureut: Bauarbeiten sollen 2024 beginnen und rund 15 Millionen Euro kosten

Dass Neureut in den kommenden Jahren ein neues Schwimmbad bekommen soll, ist schon länger bekannt. Jetzt nehmen die Pläne konkrete Formen an.

Bei den 15 Millionen Euro handelt es sich mit großem Abstand um den größten Posten auf der rund 50 Millionen Euro umfassenden Liste von Investitionen, die die Karlsruher Bäder im kommenden Jahrzehnt tätigen wollen. Foto: Sebastian Gollnow/dpa/Symbolbild

Am Mittwochabend informierten Bäderdezernent Martin Lenz (SPD), der Geschäftsführer der Karlsruher Bäder Oliver Sternagel sowie Frank Rieß als Vertreter des Amtes für Hochbau und Gebäudewirtschaft den Bäderausschuss des Gemeinderates über den aktuellen Planungsstand des Vorhabens.

Die Stadt und der Bäderbetrieb befänden sich derzeit in einer engen Abstimmung, um eine erste Raumplanung für das neue Bad aufzustellen. Noch im kommenden Jahr soll die Ausschreibung starten. Aufgrund der Größe des Vorhabens müsste diese europaweit stattfinden, so Reiß. Läuft alles nach Plan, könnten die Kosten für den Neubau in den Haushalt für die Jahre 2024 und 2025 eingestellt und im Herbst 2024 mit den Arbeiten begonnen werden.

15 Millionen Euro sind im neuen Bäderkonzept 2020 für das Hallenbad in Neureut eingeplant. Es handelt sich mit großem Abstand um den größten Posten auf der rund 50 Millionen Euro umfassenden Liste von Investitionen, die die Karlsruher Bäder im kommenden Jahrzehnt tätigen wollen.

Neues Bad aus wirtschaftlicher Sicht sinnvoll

Einige Gemeinderäte befürworteten im Bäderausschuss zwar prinzipiell den Neubau des Bades, stellten aber in Frage, ob sich Karlsruhe diese Ausgaben in Folge der sinkenden Einnahmen durch die Coronakrise noch leisten könne. „Mir fehlt der Glaube, dass das bis 2024 umgesetzt werden kann“, sagte Gemeinderat Detlef Hofmann (CDU).

Jetzt kostet das neue Bad 15 Millionen Euro. In einigen Jahren ist es teurer.
Martin Lenz (SPD), Bäderdezernent

Bürgermeister Lenz widersprach diesen Bedenken und verwies auf die derzeit sehr niedrigen Zinsen und seit Jahren steigenden Preise für Bauvorhaben. „Jetzt kostet das neue Bad 15 Millionen Euro. In einigen Jahren ist es teurer“, erklärte Lenz und fügte hinzu, „wenn wir über diese Summe einen Kredit aufnehmen, dann ist die jährliche Tilgungssumme über 150.000 Euro niedriger als das derzeitige Defizit des Bades.“ Da ein neues Bad erfahrungsgemäß mehr Besucher anziehe, generiere es mehr Gewinn und in der Folge ein geringes Defizit. Den Neubau jetzt in Angriff zu nehmen, sei deshalb aus ökonomischer Sicht das einzig Sinnvolle, so Lenz.

Wir werden uns an den Bedürfnissen der Besucher orientieren.
Oliver Sternagel, Geschäftsführer der Karlsruher Bäder

Im Anschluss stellte Bäderchef Sternagel dem Ausschuss das neue Bäderkonzept in seiner Gänze vor. In allen Karlsruher Bädern sind Investitionen geplant. Neben dem Neubau des Hallenbades in Neureut ist die Neukonzeption des Restaurants und des Eingangsbereiches im Rheinstandbad Rappenwört für voraussichtlich 8,5 Millionen Euro der größte Posten. „Wir werden weiterhin dort investieren, wo es notwendig ist und uns dabei an den Bedürfnissen der Besucher orientieren“, kündigte Sternagel an und stellte klar, dass es sich bei der Investitionsliste nur um eine Planung handle. Die Ortschaftsräte und der Gemeinderat würden bei jedem Vorhaben beteiligt.

Darüber hinaus zog Sternagel eine eher schlechte Bilanz der vergangenen Badesaison, in der die Hallen- aber auch Freibäder zeitweise geschlossen blieben. Insgesamt seien die Besucherzahlen um rund ein Drittel zurückgegangen. Dadurch seien dem Bäderbetrieb Einnahmen über rund zwei Millionen Euro abhandengekommen. Im vergangenen Jahr verzeichneten die Karlsruher Bäder rund 1,7 Millionen Besuche.

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