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Landesweiter Wettbewerb

Junger Freiburger gewinnt zweite Auflage von „Das Raptalent“ in Karlsruhe

120 Nachwuchsrapperinnen und -rapper im Schulalter aus ganz Baden-Württemberg haben am Wettbewerb „Das Raptalent“ teilgenommen. Am Samstag standen die fünf besten in Karlsruhe auf der Bühne.

Gemeinsam im Studio: Die fünf Finalisten nehmen in Karlsruhe den Finalsong auf, den sie selbst getextet haben. Foto: jodo-foto / Joerg Donecker Karlsruhe jodo-foto Karlsruhe

Karolina Herb will einfach rauslassen, was in ihrem Kopf abgeht. Die 13-Jährige ist eines von fünf Rap-Talenten, die es ins Finale eines landesweiten Wettbewerbs geschafft haben. Am Samstagnachmittag stehen die Nachwuchsrapper in Karlsruhe zunächst zusammen im Tonstudio. Am Abend geht es für die Entscheidung auf die Bühne.

„Es macht sehr viel Bock“, sagt Karolina. Zustimmung erhält sich von Ricardo Teixeira. Der junge Mann hat vor gut einem Jahr mit dem Rappen begonnen. Über die Möglichkeiten, die ihm „Das Raptalent“ bietet, ist er „unfassbar froh“. Er könne beim Rappen und in den Texten so vieles aussagen. „Und die Menschen hören zu.“

Die wichtigsten Zuhörer sind am Nachmittag wohl Christian Heneka alias Jay Farmer und die Bonner Rapperin „Die P“.

Heneka hat den Wettbewerb zum zweiten Mal organisiert. Der hauptberufliche Pädagoge und Rapper mit langjähriger Erfahrung produziert die Beats und übernimmt die gesamte Medienproduktion, was für ihn viel Aufwand bedeute. „Das ist schon auch anstrengend. Wenn man aber sieht, was dabei herauskommt, weiß man wofür man das macht“, sagt er.

Die fünf Finalisten trafen sich in Karlsruhe erstmals persönlich

Für die Aufnahme des Finalsongs in einem Karlsruher Tonstudio haben sich die fünf Finalisten am Samstag zum ersten Mal persönlich getroffen. Sie hatten sich unter 120 Workshop-Teilnehmern zwischen zehn und 16 Jahren durchgesetzt. Die Texte, die sie nun ins Mikrofon rappen, haben die Nachwuchstalente alle selbst verfasst. Die Chemie stimmt dabei in dem Quintett von Anfang an.

Was Heneka als „super Harmonie“ bezeichnet, ist der Gruppe im Tonstudio deutlich anzumerken. „Sich gegenseitig pushen“, wie es der Pädagoge ausdrückt, spiele beim Talentwettbewerb eine große Rolle. Der Zusammenhalt und die Unterstützung untereinander zeichnen die bunte, aus verschiedenen Schularten zusammengewürfelte Gruppe aus.

„Wir alle gönnen uns gegenseitig alles“, beschreibt Nachwuchsrapper Dirk Krause, der mit seinen elf Jahren der jüngste Finalist ist, den Umgang miteinander. Gleichzeitig sind alle dankbar für die umfangreiche Unterstützung, die man in solcher Weise selten vorfände, findet Karolina Herb.

Junger Freiburger setzt sich durch und ist „Das Raptalent“

Vor dem finalen Live-Auftritt in der Kulturküche in Karlsruhe am Abend ist den jungen Rapperinnen und Rappern dann allerdings die Nervosität deutlich anzumerken. Neben Familienmitgliedern sind einige Bekannte aus den jeweiligen Schulen anwesend. Die meisten Stimmen erhält am Ende der aus Freiburg stammende David Mio Künstle – damit darf er sich „Das Raptalent“ der zweiten Auflage nennen.

Für die fünf Finalisten ist der gemeinsame Weg damit aber möglicherweise noch nicht vorbei. Die Handynummern seien bereits ausgetauscht, informiert die Gruppe, sodass man auch nach dem Finale noch das ein oder andere Musikprojekt zusammen starten könne. Auch Heneka freut sich darauf, die Entwicklung der jungen Talente längerfristig zu betreuen. Gleichzeitig feilt er am Konzept für die Fortsetzung des Projekts. Das habe „viel Potenzial“. Er hofft darauf, dass künftig weitere Coaches das Team verstärken.

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