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Handgemachtes Eis am Stiel

Echte Früchte und kein Gramm Wasser: Popice startet in Karlsruhe durch

Damit eins gleich klar ist: Mit Wassereis hat Popice nichts zu tun. Das Eis am Stiel der Karlsruher Firma enthält reines Sorbet - und wird auch im Coronajahr gerne bestellt und gegessen.

Bewahren auch in der Krise einen kühlen Kopf: Tobias Hohmeister und Franziska Horntrich tanzen mit ihrem Popice immer auf mehreren Hochzeiten gleichzeitig. Foto: Rake Hora

Manchmal entstehen gute Ideen auf Reisen. So auch die von „Popice“: Tobias Hohmeister war mit einem Freund in New York unterwegs, als er dort ein Eis am Stiel aß, das er so vorher noch nicht gekannt hatte. „Ein durchsichtiges Eis aus pürierten Früchten, in dem man das Obst sehen konnte“, erzählt er. Noch vor dem Heimflug beschlossen die Freunde, ein eigenes Fruchteis zu kreieren: nicht ganz so durchsichtig, aber aus puren Früchten hergestellt und im Gegensatz zum amerikanischen Vorbild ohne künstliche Zusätze und Konservierungsstoffe.

Eis produzieren anstatt Party machen

Zuhause angekommen, stürzten sie sich in die Arbeit – „Popice“ wurde geboren.

Fast sechs Jahre ist das her. In diesen Zeitraum fiel auch das Sportwissenschafts-Studium von Tobias Hohmeister am KIT. Doch anstatt mit seinen Kommilitonen auf Partys zu gehen, produzierte er Eis. „Ich war nie der klassische Student“, sagt er. Ein Grund sei wohl auch, dass er aus Karlsruhe stammt: „Ich hatte meinen Freundeskreis schon.“

Orange-Maracuja, Gurke-Zitrone, Waldbeere-Joghurt-Honig – heute verkauft „Popice“ sein Eis am Stiel in vielen Sorten. Ihnen allen gemein: pure Frucht und handgemachtes Püree – mit Ausnahme der exotischen Früchte, die aus Gründen der Geschmacksqualität schon zerkleinert aus Brasilien kommen. Dazu kommt eine recycelbare und damit nachhaltige Verpackung.

Wichtig ist Tobias Hohmeister, dass seine Produkte kein Wassereis sind: „Viele verbinden das automatisch mit Eis am Stiel. Tatsächlich ist in ,Popice’ aber kein Gramm Wasser.“

Popice entsteht in Ettlingen - und wird dort fast komplett von Hand gemacht. Foto: Rake Hora

Produziert werden die fruchtigen Leckereien inzwischen im Westen Ettlingens. Dort steht auch die Eismaschine, die Hohmeister im Jahr 2014 angeschafft hat. Sie kühlt gleichzeitig mehrere Fruchtmischungen mittels eines Ethanolbeckens in Sekunden auf minus 35 Grad Celsius herunter. Das ist nicht nur effizient, sondern bewirkt auch einen Qualitätsunterschied, da beim Schockgefrieren gegenüber dem langsamen Einfrieren keine Eiskristalle entstehen, auf die man später beißen könnte.

Heute ist „Popice“ ein ausgewachsenes Kleinunternehmen, das je nach Saison, zwischen fünf und zehn Mitarbeitern und Aushilfen beschäftigt. Hohmeisters Freund hat inzwischen eine andere Karriere eingeschlagen. Seit einiger Zeit ist dafür Freundin Franziska Horntrich mit an Bord.

Verkauft wird das fruchtige Eis am Stiel über mehrere Kanäle: in der Coronazeit vor allem über den Online-Shop mit Lieferung innerhalb von drei Werktagen in Karlsruhe und Umgebung sowie jahreszeitabhängig auf Wochenmärkten. Zudem vermietet Hohmeister mit Eis gefüllte Kühltruhen an Unternehmen, die diese für ihre Mitarbeiter aufstellen. Über 30 dieser Kühltruhen stehen in Karlsruhe und Umgebung. „Siemens hatte schon eine, dm hat auch gerade eine“, erzählt Tobias Hohmeister.

Gurke-Zitrone in Gin Tonic

Zusammen mit den zahlreichen privaten Bestellungen seien sie so auch im Coronajahr gut über die Runden gekommen, obwohl der Verkauf auf Firmenevents, Hochzeiten und anderen großen Festen – wo Sorten wie Erdbeere-Minze zu großer Begeisterung zum Sekt im der Sektflöte und Gurke-Zitrone zum Gin Tonic gereicht werden – im Jahr 2020 komplett ausfiel.

Dass dies in diesem Jahr anders wird, darauf hofft Tobias Hohmeister jetzt trotzdem: Der große, eigens dafür angeschaffte Foodtruck steht schon bereit.

Popice



Der Popice Online Shop ist unter popice-karlsruhe. de zu finden.



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