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Stadt setzt auf „Naturlicht“

Karlsruhe geht mit Pilotprojekt gegen Insektentod an der Straßenlaterne vor

Helle Straßenleuchten machen Vögeln, Fledermäusen und Insekten das Leben schwer. Um Energie zu sparen, stellen aber im Auftrag der Stadt Karlsruhe Lampenfachleute leuchtstarke LED-Modelle auf. Wie passt das mit Arten- und Naturschutz zusammen?

Kein Lichtblick: Am Rand von Wolfartsweier zeigt Igor Ullmann die neue Straßenbeleuchtung in der Mergelackerstraße. Die sei viel zu hell, kritisiert er. Foto: Jörg Donecker

Wenn es dunkel wird, springen vor dem Haus der Ullmanns am Rand von Wolfartsweier neue, neutralweiß leuchtende Straßenlaternen an. Sie sind heller mit ihrer LED-Technik, die weniger Energie verbraucht als die warmgelb leuchtenden Vorgänger. Esther Ullmann liebt die Nähe zur Natur am Ortsrand kurz vor dem neuen Friedhof des Stadtteils.

Genau deshalb ist sie von der Veränderung entsetzt. „Wir hatten früher keine Insekten an den beiden einzigen, schwach leuchtenden Friedhof-Lampen. Aber nach dem Austausch gab es im Sommer ein Gewimmel gerade an dieser neuen Lampe über der Hecke, weil wir hier nun mal mitten in der Natur sind.“

Das Thema lässt der Bürgerin am Ortsrand keine Ruhe. Ullmann beruft sich auf den einschlägigen Leitfaden zu Außenbeleuchtung, den das Bundesamt für Naturschutz herausgegeben hat, nimmt Kontakt zur Ortsgruppe Karlsruhe des Naturschutzbundes (Nabu) auf und organisiert auch einen Ortstermin mit Lampen-Fachleuten der Stadtwerke und des Tiefbauamts Karlsruhe. Sie diskutiert mit Manfred Weiß, dem Leiter der Abteilung Straßenbeleuchtung der Stadtwerke, und dessen Projektpartner im Tiefbauamt.

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