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Floristik in der Hardt

Adventskränze mit grünen Kerzen liegen 2021 im Trend

Ob klassisches Rot oder frisches Grün: Die Nachfrage nach Adventskränzen ist vorhanden – wenn auch nicht so wie vor der Corona-Pandemie. Floristinnen aus dem nördlichen Landkreis Karlsruhe berichten von den Wünschen ihrer Kunden.

Einen Adventskranz mit grünen Kerzen präsentiert Floristin Simone Husli-Jäger aus Eggenstein-Leopoldshafen. Auch senffarben und rauchblau werde aktuell nachgefragt. Foto: Volker Knopf

Der Advent steht vor der Tür und somit kehrt auch der Adventskranz wieder in die heimischen Wohnzimmer zurück. Doch auch hier scheint sich die Pandemie bei den Blumenläden im nördlichen Karlsruher Landkreis auszuwirken: „Die Nachfrage ist aktuell eher verhalten“, berichtet Simone Husli-Jäger. Sie hat ihre Blumen-Werkstatt in einem Hinterhaus an der Eggensteiner Hauptstraße dennoch in ein kleines florales Weihnachtswunderland verwandelt.

Zudem gebe es auch Lieferengpässe in Sachen adventlicher Deko. Bei ihrem Großhändler im pfälzischen Neustadt an der Weinstraße seien die Regale kürzlich weitgehend leer gewesen, erklärt die 54-Jährige. Aber die Floristin, die sich auch als Künstlerin versteht, kann improvisieren.

Da der Advent der wichtigste Monat in der Branche sei, hat sich die Eggensteinerin entsprechend ins Zeug gelegt. Und ja, auch exotischere Varianten des klassischen Adventskranzes seien bei ihren Stammkundinnen und -kunden mittlerweile gefragt. „Senffarben und rauchblau beispielsweise. Grüne Kerzen sind auch sehr angesagt“, sagt die Chefin von „Blumen Creativ“.

Festliche Kugeln mit schimmerndem Glanz im Weidengeflecht präsentiert sie. Die Kränze werden mit batteriebetriebenen kleinen LEDs illuminiert. Brennende Kerzen stellten naturgemäß auch einen kleinen Gefahrenherd dar und könnten gut ersetzt werden. Durch die elektrischen Lichtlein sieht es dennoch anheimelnd und festlich aus.

Corona macht auch vor den Floristen rund um Karlsruhe nicht Halt

Die Auswirkungen der Corona-Maßnahmen machten auch vor der Floristin nicht Halt. Vor der Pandemie organisierte sie regelmäßig eine Adventsschau mit ihren geschmückten Kränzen. Dies sei immer eine schöne Veranstaltung mit Glühwein und netten Gesprächen gewesen, erzählt Husli-Jäger, das nun ein zweites Mal ausfallen musste, was eine finanzielle Lücke reiße.

Im Blumenstudio von Uta Geiss in Linkenheim-Hochstetten sind nach wie vor die Klassiker gefragt – vier rote Kerzen auf Nobilis- oder Nordmanntannenzweigen. Aber auch Hopfenkränze fänden ihre Abnehmer. „Vielen Familien ist es nach wie vor sehr wichtig, die Traditionen zu pflegen – während der Corona-Krise fast noch ein wenig mehr als sonst“, stellt Geiss fest.

Farbenfrohe Adventskränze

Im Gartencenter Heckert in Eggenstein-Leopoldshafen hat man den Trend zu Stabkerzen ausgemacht. Aber auch das Farbspektrum habe sich erweitert – von bordeauxfarben bis lila, rosa oder gold. „Auch kleine Figuren und Bänder sind neben Beeren oder Zapfen längst Bestandteil des Kranzes, der meist aus Nobilistanne sowie Koniferen, einem Heckengrün-Mix besteht“, sagt Floristin Patricia Witzenroth. Im Gartencenter würden auch Kränze und die dazugehörigen Deko-Artikel zum Selberbasteln bestellt.

Eine aktuell eher geringe Nachfrage bestätigt Sabine Hartmann von „Die Blume“ in Stutensee. „An Farben bei den Kerzen ist bei uns überwiegend das klassische Rot gefragt. Aber auch peppigere Farben wie grün oder pink werden gewünscht“, sagt die 59-Jährige, die seit 42 Jahren in der Floristik im nördlichen Landkreis Karlsruhe aktiv ist. Auch bei ihr haben Nobilis- und Nordmanntanne sowie Koniferenzweige die Nase vorn. „Der Trend geht in jüngster Zeit zum individuelleren Kranz und zu Natur-Materialien. Einige bringen auch einen Holzkranz zum Dekorieren mit“, weiß die Blumenfachfrau.

Bei Florist Günther Sebold in Weingarten hat ebenfalls nach wie vor das traditionelle Rot Konjunktur. Aber weiße oder cremefarbene Kränze mit einem Mix aus Thuja, Eibe oder Zypresse seien mittlerweile ebenfalls recht beliebt. „Manche unserer Kunden sind sehr kreativ und stellen den Kranz mittlerweile am liebsten selbst zusammen“, berichtet der Blumenhändler aus Weingarten.

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