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Corona-Pandemie hat keinen Einfluss

Einsatzbereitschaft der Feuerwehren rund um Karlsruhe ist gewährleistet

Zum ersten Mal fand die Verbandsversammlung des Kreisfeuerwehrverbands auch online statt. Auf die Einsatzfähigkeit der Wehren hat Corona bislang keinen Einfluss, war eine der Erkenntnis, die Kreisbrandmeister Jürgen Bordt vermittelte.

Premiere: Erstmals hielt der Kreisfeuerwehrverband seine Verbandsversammlung online ab. Zugeschaltet war auch Landrat Christoph Schnaudigel. Foto: Klaus Müller

Von Klaus Müller

„Wir konnten jeden Einsatz bewältigen. Die Einsatzbereitschaft war jederzeit gewährleistet.“ Eigentlich, mit Blick auf die Erfahrungswerte der vergangenen Jahre, könnte man diese Feststellung von Kreisbrandmeister Jürgen Bordt als weniger überraschende denn vielmehr als normale Aussage bewerten – gebe es da nicht die Corona-Pandemie, verbunden mit einem Lockdown und bis zum heutigen Tag mit Einschränkungen und Regeln.

Davon waren und sind auch die Freiwilligen Feuerwehren im Landkreis Karlsruhe betroffen. Auf die Einsatzfähigkeit der Feuerwehren hatte und hat Corona bislang keinen Einfluss – genauso ist die Aussage von Bordt im Gespräch mit den BNN zu verstehen.

Gleichwohl, das aber mehr auf organisatorischer Ebene, wirkt sich Corona auf den Feuerwehralltag aus. So wurde die im März abgesagte Dienst- und Kommandantenversammlung nun online nachgeholt. Schauplatz der Versammlung, an der eine begrenzte Anzahl von Vertretern der Feuerwehrspitzen im Landkreis teilnahm – und das ganz analog – war der Sitzungssaal im Landratsamt.

Landrat hält erstes digitales Grußwort

Über 100 Teilnehmer beteiligten sich online daran. Auch Landrat Christoph Schnaudigel verfolgte so die Verbandsversammlung. Es sei übrigens das erste Mal, dass er ein digitales Grußwort halten würde. Darin mahnte Schnaudigel die Verantwortung eines jeden an, seinen Teil dazu beitragen, dass „wir weiterhin die Pandemie ganz gut im Griff haben“.

Insgesamt gesehen hob der Landrat die wichtige Bedeutung der Feuerwehren und des Bevölkerungsschutzes für den Landkreis hervor. Dies zeige sich nicht zuletzt in der Kreistagspolitik – daran, dass vier zusätzliche Stellen für das Amt für Bevölkerungsschutz, für die Feuerwehren, bewilligt worden seien.

Einmal abgesehen von der Online-Verbandsversammlung wie überhaupt von einer Zunahme an Videokonferenzen auf so gut wie allen Organisationsebenen, wirkt sich Corona auf die Einsätze aus – wohlgemerkt nicht auf deren Bewältigung, sondern auf das mit Corona verbundene Regelwerk, das zuvor mit dem Innenministerium abgestimmt wurde.

Wie Corona die Arbeit der Feuerwehren verändert

Feuerwehrhaus und Einsatzwagen dürften nur mit Masken betreten werden, erklärte Bordt. Zudem verteilten sich die Einsatzkräfte auf der Fahrt zum Einsatz auf mehrere Fahrzeuge.

Besonderes Corona-Augenmerk legt die Feuerwehr laut dem Verbandsvorsitzenden Eckhard Helms auf Gefahrenlagen, bei denen es um die Rettung von Menschenleben geht. Können die Abstandsregeln nicht eingehalten werden, kommen FFP2-Masken zum Einsatz. Jede Abteilung sei damit ausgestattet.

Inzwischen, so Bordt und Helms, dürften die Feuerwehren wieder üben – das allerdings nur in kleinen Gruppen. Kein Thema indes ist in diesem Jahr die Abnahme der Leistungsspange. All die Vorgaben sollten sich bewährt haben. Dazu Bordt und Helms: Aus dem Dienst heraus habe es keine Infektionen mit dem Coronavirus gegeben.

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