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Entscheidung fällt im Januar

Stutensee vergibt Grundstücke nach sozialen Kriterien im neuen Wohnbaugebiet in Spöck

Die Stadt Stutensee hat ein Punktesystem erarbeitet, um die Nachfrage für das Neubaugebiet „Vierundzwanzigmorgenäcker“ zu regeln. Berücksichtigt werden Sozial- und Ortsbezug, aber auch die Höhe des Gebots.

Von oben betrachtet: Das Wohnbaugebiet Vierundzwanzigmorgenäcker in Spöck bietet 100 Bauplätze sowie eine große Fläche für seniorengerechtes Wohnen. Foto: ESB Kommunalprojekt

Von den rund 100 Grundstücken, die das große Neubaugebiet am Spöcker Ortsrand südlich und westlich der Richard-Hecht-Schule aufweist, gehören nur 22 der Stadt.

Der Bedarf an Grundstücken ist in Spöck für Einheimische, die in ihrem Heimatort bauen wollen, immer noch groß. Deshalb will die Stadtverwaltung Stutensee in dem in der Erschließung befindenden Neubaugebiet Vierundzwanzigmorgenäcker auf Basis eines Punktesystems, das jeweils Sozial- und Ortsbezug sowie die Höhe des Gebots (zu hören ist von 400 Euro pro Quadratmeter als Basispreis) bewertet, an Interessenten vergeben, informiert der städtische Pressesprecher Lukas Lang.

Mit einem vergleichbaren Verfahren wurden vor wenigen Jahren die letzten Grundstücke aus städtischem Besitz im Gebiet „Wohnen mit der Sonne“ im Süden von Friedrichstal vergeben.

Bewerbungsfrist endete schon vor ein paar Wochen

Die Bewerbungsfrist für die neun Einfamilienhaus- sowie 13 Grundstücke für Doppelhäuser endete laut Mitteilung aus dem Rathaus schon vor ein paar Wochen. Insgesamt wurden über 110 Bewerbungen fristgerecht eingereicht.

Die umfangreichen Unterlagen werden derzeit geprüft und in Form einer Rangliste basierend auf den im Vorfeld bekannt gegebenen und nach den vom Gemeinderat beschlossenen Kriterien aufbereitet. Den Zuschlag für einen Bauplatz erhält jeweils derjenige Bewerbende, mit der Höchstzahl der erreichten Punkte.

Über die Grundstückszuteilung wird – nach einer Vorberatung im Ortschaftsrat Spöck sowie im zuständigen Ausschuss für Verwaltung und Soziales des Gemeinderat - final der Gemeinderat befinden. Alle Bewerberinnen und Bewerber erhalten in diesem Zusammenhang bis spätestens Januar 2021 eine entsprechende Mitteilung über die gefassten Beschlüsse, teilt die Stadtverwaltung weiter mit. Die Erschließungsarbeiten sollen bis zum Herbst 2021 abgeschlossen sein.

Rund 230 Wohneinheiten für 650 Menschen sollen entstehen

Auf dem rund 6,8 Hektar großen Areal (das entspricht etwa sieben Uefa-konformen Fußballfeldern) sollen rund 230 Wohneinheiten entstehen, in denen ungefähr 650 Menschen leben können. Genügend Raum will die Stadt Stutensse zudem schaffen, dass ältere Menschen auch im fortgeschrittenen Alter in ihrem Heimatort leben können: Zwei größere Grundstücke, zusammen 4.200 Quadratmeter, sollen für den Bau von seniorengerechten Wohnungen sowie für eine Pflegeeinrichtung bereitgestellt werden.

13 mögliche Betreiber, jeweils mit einem Investor - wie es die Ausschreibung gefordert hatte - haben sich um diese Flächen beworben. Bis Dezember sollen die Interessenten ihre Konzepte für Gebäude und Betreuung bei der Stadt eingereicht haben.

Dann folgt die Auswahl, nach den vier bis fünf Bewerber in das weitere Auswahlverfahren - ein Wettbewerb mit vom Gemeinderat vorgegebenen Kriterien - durchlaufen. Im zweiten Quartal das kommenden Jahres soll das Ergebnis des Wettbewerbs vorliegen.

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