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Welche Folgen drohen

Klimawandel: Rund um Karlsruhe wird es 2050 ziemlich ungemütlich werden

Wird der Raum Karlsruhe im Jahr 2050 die heißeste Region Deutschlands sein? Davon geht eine Studie aus. Die Hitze wird die Wälder verändern, Trinkwasser kann knapp werden und neue Schädlinge machen sich breit.
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Knöcheltief ist die Lage aus knochentrockenen, toten Kiefern- und Fichtennadeln. Die Baumstämme schimmern fiebrig grau, überall liegen abgestorbene Äste herum. Durch die lichten Kronen fällt der Blick auf einen blauen Himmel, von dem erbarmungslos die Sonne brennt. Die Niederschläge im Frühjahr haben den Durst des dunklen Tanns, den Dichter gerühmt und Komponisten besungen haben, nicht wirklich stillen können.

Die Folge: Die geschwächten Bäume, die aus dem Hitzestress gar nicht mehr rauskommen, sind ein leichtes Opfer für Schädlinge wie den Kiefernspinner oder den Borkenkäfer. In kürzester Zeit fallen die Schädlinge über riesige Bestände her, machen auch vor der Weißtanne, dem Charakterbaum des Schwarzwaldes, nicht halt.

Der sogenannte Vulnerabilitätsbericht des Umweltbundesamtes lässt auch für die Zukunft nichts Gutes erahnen. Durch den Klimawandel werden es die Schädlinge auf deutlich mehr Vermehrungszyklen als bisher bringen, vor allem im Rheingraben. Die Auswirkungen auf Schwarzwald und Pfälzer Wald, die Kohlenstoffspeicher, Wirtschaftsfaktor und Erholungsgebiet sind, wären verheerend, denn die kranken Riesen haben den gefräßigen Invasoren nichts entgegen zu setzen.

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