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Mehr als drei E-Fahrzeuge hat keine Verwaltung

Verwaltungen in Pfinztal und Stutensee geben wenig Gas mit E-Autos

Sehr übersichtlich ist der Anteil der E-Fahrzeuge der Verwaltungen in Pfinztal, Stutensee und Eggenstein-Leopoldshafen. Auch mit öffentlichen E-Ladestationen sieht es eher mau aus.

Batterie-Brummi: In Pfinztal kommt ein E-Fahrzeug auf den Friedhöfen zum Einsatz. Der Saft aus der Steckdose reicht dafür locker aus. Falls gebraucht: Der Mann auf dem Bild heißt Daniel Schrimm - er ist Gemeindemitarbeiter. Foto: Klaus Müller

Das Vehikel, das Daniel Schrimm fährt, lässt sich durchaus mit dem Attribut „exotisch“ beschreiben. Fast lautlos ist das kompakte Gefährt unterwegs. „Es wird von einem Elektromotor angetrieben“, erklärt der Gemeindemitarbeiter, der sich unter anderem um die Friedhofspflege in Pfinztal kümmert.

Der Saft aus der Steckdose reicht normalerweise gut aus, das Fahrzeug einen Tag in Betrieb zu halten. Insgesamt verfügt die Gemeinde Pfinztal über 84 Fahrzeuge – zwei davon sind Elektroautos, eben das der Gärtnerei- und Friedhofsabteilung sowie ein E-Auto für die Kommunale Wohnbau.

Das, was sich da mit „Strom“ bewegt, ist überschaubar. Nicht nur in Pfinztal, sondern in den meisten Gemeinden im Verbreitungsgebiet der BNN-Hardt-Ausgabe – und wahrscheinlich nicht nur dort. Das Postulat in den Verwaltungen und den Gemeinderäten für mehr Elektromobilität ist zwar unüberhörbar, Schritte es nachdrücklicher umzusetzen, erfolgen aber eher zögerlich.

Das jedenfalls wurde auch im zweiten Teil einer BNN-Befragung zum Thema Elektromobilität deutlich. Nach den Gemeinden Walzbachtal, Weingarten, Dettenheim und Graben-Neudorf geht es nun um Stutensee, Pfinztal, Eggenstein-Leopoldshafen und Linkenheim-Hochstetten.

Stutensee

Insgesamt sind in Stutensee 126 E-Autos zugelassen. Zwei davon kommen nach Auskunft von Lukas Lang, in der Großen Kreisstadt zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit, in der Stadtverwaltung zum Einsatz. Gute Erfahrungen, lässt er Oberbürgermeisterin Petra Becker (parteilos) zitieren, habe man mit den E-Fahrzeugen, ihrer regen Nutzung gemacht.

„Auch der städtische Bauhof stellt seinen Fuhrpark sukzessive auf E-Mobilität um“, heißt es aus der Verwaltung. E-Ladestation gebe es beim Rathaus und in jedem Stadtteil. Der Ausbau weiterer Ladestationen soll vorangetrieben werden. Als Mobilitätsangebot findet sich Stadtmobil in allen Stadtteilen.

Pfinztal

In Pfinztal sind 85 E-Autos zugelassen. Verstärkt will die Gemeinde auf E-Mobilität setzen. Dies sieht ein mehrheitlicher Gemeinderatsbeschluss vor: „Bei Neuanschaffungen sollen E-Autos grundsätzlich bevorzugt werden.“

Mit dem Thema Ladeinfrastruktur wird sich die Klimakommission der Gemeinde beschäftigen. „Es soll geprüft werden, ob und wie eine Ladeinfrastruktur in Pfinztal aussehen könnte“, erläutert Tamara Schönhaar, Fachbereichsleiterin Umwelt und Stadtentwicklung.

Derzeit gibt es zwei öffentliche E-Ladestationen. Per Pedelec können Gemeindemitarbeiter der Kläranlage und des Vollzugsdienstes unterwegs sein – weitere Pedelec-Diensträder sollen angeschafft werden. Als Mobilitätsanbieter tritt Stadtmobil in Erscheinung.

Eggenstein-Leopoldshafen

89 E-Autos sind in Eggenstein-Leopoldshafen zugelassen. Ein Fahrzeug davon ist im Besitz der Gemeinde. „Bei künftigen Anschaffungen werden die Alternativen konventionell versus Elektro dem Gemeinderat zur Entscheidung vorgelegt“, sagt Bürgermeister-Referentin Regine Hauck.

Öffentliche E-Ladestationen gebe es nicht. Vorgesehen sei eine Ladestation im Zuge der Rathauserweiterung und im geplanten neuen Wohngebiet. Zu den Mobilitätsangeboten gehören unter anderem Mitfahrbänke und Stadtmobil-Stationen.

Linkenheim-Hochstetten

73 E-Autos sind es in Linkenheim-Hochstetten. Über drei Autos mit rein elektrischem Antrieb verfügt die Verwaltung. Sie gelten als Dienstfahrzeuge.

„Derzeit sind keine Neuanschaffungen geplant“, berichtet Pressereferentin Katja Stieb. Strom „getankt“ werden kann an vier öffentlichen E-Ladestationen – weitere seien geplant. Hinzu kommen aktuell Ladestationen für das Angebot „Elektro-Car-Sharing“.

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