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Fahrgast bedroht Mann

Streitigkeiten über Maskenpflicht in Karlsruher Straßenbahn

Zwei Personen haben sich am Montag in einer Straßenbahn gestritten. Grund war wieder einmal die Maskenpflicht. Der Streit hat einen größeren Polizeieinsatz an der Haltestelle Kolpingplatz ausgelöst.

Der Messerbesitzer muss jetzt mit einer Anzeige rechnen. (Symbolbild) Foto: Patrick Seeger/dpa/

Nach den bisherigen Erkenntnissen der Polizei fuhren ein 32-Jähriger und ein 58- Jähriger gegen 16.30 Uhr in der Straßenbahn der Linie vier. Dabei wurde der 58 Jahre alte Mann vom 32-Jährigen angesprochen, weil er seine Maske nicht ordnungsgemäß aufgezogen haben soll.

In der Folge entwickelte sich ein Streit zwischen beiden Männern, bei dem der ältere Mann in seine Jacke griff und kurz darauf seine als Pistole geformte Hand wieder herauszog. Er machte damit aber offenbar keine Gesten in Richtung des 32-Jährigen.

Der Jüngere beendete hiernach den Streit und entfernte sich zunächst. Als er jedoch kurz darauf erneut in Richtung des 58-Jährigen lief, griff dieser wieder in seine Jacke und sprang auf. Um eine weitere Eskalation zu vermeiden, informierte der 32-Jährige daraufhin die Straßenbahnführerin. Den Notruf bei der Polizei habe er aber nicht beabsichtigt.

Der Polizeinotruf erhielt allerdings einen Hinweis von den Karlsruher Verkehrsbetrieben. Demnach habe eine Person mit einer unbekannten Waffe mehrere Fahrgäste bedroht. Daraufhin fuhren mehrere Streifenpolizisten mit entsprechender Schutzausstattung zur betreffenden Straßenbahn an der Haltestelle Kolpingplatz.

Als die Beamten die Straßenbahn durchsuchten, fanden sie schließlich den 58-Jährigen und konnten diesen vorläufig festnehmen. Dabei fanden die Polizisten ein Cutter-Messer und ein verbotenes Einhandmesser. Beide Gegenstände wurden beschlagnahmt.

Der mutmaßliche Täter wurde bereits kurz nach seiner Festnahme wieder entlassen. Ihn erwartet nun eine Anzeige wegen des Mitführens eines Einhandmessers.

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