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Einstimmiges Votum

Gemeinderat Bretten spricht sich für Lärmschutzwand in Diedelsheim aus

Die drei Tochtergesellschaften der Stadt Bretten – Stadtwerke Bretten GmbH, Kommunalbau GmbH Bretten und Städtische Wohnungsbau GmbH Bretten – haben erfreuliche Zwischenberichte vorgelegt. Auch eine Lärmschutzwand in Diedelsheim war im Gemeinderat Bretten Thema.

Mehr Ruhe für die Anwohner: Die DB Netz AG plant entlang der Bahnlinie in Brettener Stadtteil Diedelsheim den Bau einer 1.128 Meter langen Lärmschutzwand. Foto: Tom Rebel

In der Gemeinderatssitzung Ende September präsentierte Kämmerer Matthias Enz den Eckwertbeschluss des Haushalts für 2022. Das Zahlenwerk sah für die Große Kreisstadt Schulden in Höhe von rund 9,5 Millionen Euro vor.

In der Sitzung am Dienstagabend wurden der Stadtverwaltung und den Ratsmitgliedern dann erfreuliche Zahlen serviert. Aus den vorgelegten Zwischenberichten der Stadtwerke Bretten GmbH, der Kommunalbau GmbH Bretten und der Städtischen Wohnungsbau GmbH Bretten geht hervor, dass die drei Tochtergesellschaften der Stadt Bretten für das laufende Jahr mit Überschüssen rechnen.

Stadtwerke, Kommunalbau und Wohnungsbau Bretten ziehen Zwischenbilanz

Die Kommunalbau geht demnach von einem Überschuss in Höhe von 418.000 Euro aus, die Stadtwerke planen mit einem Überschuss von rund 400.000 bis 500.000 Euro und die Wohnungsbau rechnet sogar mit einem Überschuss von rund 600.000 Euro.

Alle drei Gesellschaften hängen nicht am Tropf der Stadt.
Brettens Oberbürgermeister Martin Wolff zu den Zwischenberichten der Tochtergesellschaften.

Unter dem Strich bedeutet das – Stand 26. Oktober – aufgrund der vorläufigen Bilanzen einen durchaus satten Überschuss für das zweite Corona-Jahr von rund 1,5 Millionen. „Alle drei Gesellschaften hängen nicht am Tropf der Stadt und werden auch nicht durch Steuergelder finanziert“, betonte Oberbürgermeister Martin Wolff (Freie Wähler).

Vor den drei Zwischenberichten hatte die Wohnungsbau ihren Jahresbericht für 2020 vorgelegt – ebenfalls mit einem erfreulichen Ergebnis. Die Stadt-Tochtergesellschaft weist das Jahr 2020 trotz der Corona-Pandemie einen Überschuss in Höhe von 627.587,85 Euro aus. Hiervon wurden 62.758,79 Euro in die sogenannte gesellschaftsvertragliche Rücklage eingestellt.

Unter dem Strich steht ein Bilanzgewinn in Höhe von 516.750,80 Euro. Der Gemeinderat segnete den vorgestellten Jahresabschluss einstimmig ab. Allerdings fällt der Jahresabschluss 2020 deutlich geringer aus als im Jahr davor, als Wohnungsbau noch ein Plus von rund 1,2 Millionen Euro verbuchte.

Einstimmig für Lärmschutzwand in Diedelsheim

Ebenfalls einstimmig sprachen sich die 21 anwesenden Gemeinderatsmitglieder für die geplante Lärmschutzwand im Stadtteil Diedelsheim aus. „Lärmschutz ist nicht nur Gesundheitsschutz, sondern dadurch werden die Wohn- und Lebensqualität erhöht“, betonte CDU-Stadtrat Bernd Neuschl, nachdem Hasan Ilhan, der Leiter Lärmsanierung Südwest der DB Netz AG, das Projekt nochmals kurz skizziert hatte.

Demnach soll die 1.128 Meter lange Lärmschutzwand auf der östlichen Seite der Leise entstehen und eine Höhe von drei Metern haben. Auf Höhe der Schwandorfstraße eins bis fünf wird die Wand mit Blick auf die Anwohner auf einer Länge von etwa 78 Metern nur zwei Meter hoch sein. „Wir sind froh, dass hier ein Kompromiss gefunden wurde, mit dem alle leben können. Nun geht es darum, dass diese Baumaßnahme auch in naher Zukunft umgesetzt wird“, meinte derweil SPD-Fraktionschef Edgar Schlotterbeck.

Lärmschutzwand in Diedelsheim soll 2024 umgesetzt werden

„Kompromisse sind oft schwierig. Es ist gut, dass man die Bevölkerung in die Diskussion mit eingebunden hat, dadurch entsteht Bürgernähe – auch wenn mit dem Ergebnis am Ende vielleicht nicht alle zufrieden sind“, fügte Aktiven-Stadtrat Aaron Treut an. Mit der Umsetzung des Projekts soll laut DB-Mann Ilhan im Jahr 2024 begonnen werden.

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