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Investor stellt ambitioniertes Bauprojekt vor

Spektakulärer Turm mit Aussichtsrestaurant am Stadteingang von Bretten

80 Meter hoch, architektonisch ansprechend und weithin sichtbar: So soll der dreiteilige Gebäudekomplex entstehen, der das Potenzial hat, zum künftigen Markenzeichen der Stadt zu werden.

Visualisierung der Melanchthonhöhe in Bretten: Am Alexanderplatz soll ein dreiteiliger Komplex mit Kongresszentrum, Wohnungen, Büros, Tiefgarage und Panoramacafe entstehen. Foto: Quelle: Archita Architekturbüro Stuttgart

Eine Stuttgarter Immobiliengruppe will einen hohen zweistelligen Millionenbetrag investieren. 160 bis 180 Wohnungen sollen gebaut werden. Der Turm soll in die Landschaft ragen und wäre damit Brettens höchstes Gebäude. Weithin sichtbar, ein Markenzeichen der Stadt mit einem Restaurant im 20. Stock, das einen Panoramablick weit über die Stadt hinaus bietet.

Spektakulär, toll und endlich ein modernes Zeichen am Ortseingang
Kommentare des Publikums bei der Präsentation

Der Stuttgarter Investor hat im Brettener Rathaus seine Überlegungen für eine Bebauung des Areals Melanchthon Höhe am Alexanderplatz vorgestellt. Der dreiteilige Gebäudekomplex mit rund 25.000 Quadratmeter Nutzfläche beinhaltet ein Kongresszentrum, Wohnungen, ein Gutteil davon seniorengerecht sowie Büros, Restaurants, einen Kinderspielplatz und eine Tiefgarage. Die zur Präsentation des Vorhabens geladenen Ratsmitglieder waren angetan. „Spektakulär, toll und endlich ein modernes Zeichen am Ortseingang” lauteten spontane Kommentare aus dem Publikum.

Veränderung vom hässlichen Entlein zum schönen Schwan

Die Stuttgarter BVA Immobiliengruppe hat das Areal am Alexanderplatz, Ecke Melanchthonstraße im vergangen Jahr gekauft und plant seither dieses Zukunftsprojekt, das bei den Stadtverantwortlichen schnell auf großes Interesse stieß. „Dieses Vorhaben könnte den Stadteingang vom hässlichen Entlein zum schönen Schwan verändern”, erklärte Bretten OB Martin Wolff, den das bauliche Umfeld bislang eher an „Vereinigte Hüttenwerke” erinnerte. Das Objekt passe dorthin, schaffe ein Entree und weise die Stadt als aufstrebendes Mittelzentrum aus, bekundete das Stadtoberhaupt.

Visualisierung der Melanchthonhöhe in Bretten: Am Alexanderplatz soll ein dreiteiliger Komplex mit Kongresszentrum, Wohnungen, Büros, Tiefgarage und Panoramacafe entstehen. Foto: BNN-Infografik / Quelle: Archita Architekturbüro Stuttgart / Karte: Maps4news.com/@here

Volker Gairing, der geschäftsführende Gesellschafter von VBA, bezeichnete das Areal als außergewöhnliches Grundstück, das sich für eine besonders markante Bebauung anböte. Der geplante Turm hat seiner Einschätzung nach durchaus das Potenzial, zum Wahrzeichen Bretten mit großem Wiedererkennungswert zu werden.

Verkehrstechnisch ist das Areal gut an zwei Bundesstraßen angebunden, eine Fußgängerbrücke soll zum nahegelegenen Bahnhof führen, eine weitere zum Einkaufszentrum auf der Diedelsheimer Höhe gibt es bereits. Der Verkehr auf der Melanchton Höhe wird weitgehend unterirdisch verlaufen. In einer Tiefgarage gibt es auf zwei Ebenen 260 Stellplätze - genug auch für die Besucher besonderer Events.

Viel grün und ein Bassin mit Wasserfällen

Das Element Wasser soll nach den Vorstellungen von Architekt Istvan Toth das zentrale Element des Areals bilden. „Zwei Baukörper winden sich in einer dynamischen Drehung um ein Bassin, das durch Wasserfälle befüllt und bespielt wird”, beschreibt er seine Idee, wobei die Wasserfläche des zentralen Platzes nicht nur als Erholungselement, sondern im Notfall auch als Löschwasser dienen soll.

Imposant: Die Präsentation des Projekts „Melanchthon Höhe” im Rathaus stieß bei den Teilnehmer der Vorstellung auf großes Interesse. Foto: Thomas Rebel

Das zweite Gestaltungselement ist die intensive Begrünung, die auch für alle Dachflächen vorgesehen ist. Ein Grünstreifen zieht sich sogar am Turm senkrecht nach oben. Für den Architekten ist auch wichtig, dass man mit diesem kompakten Bauvorhaben der aktuellen Verdichtungsverordnung entspreche, die mehr Wohnraum auf weniger Fläche fordere.

160 bis 180 Wohnungen, die meisten mit drei Zimmern, sind laut Gairing geplant, Wohnraum für rund 500 Menschen. Im Tower wird es hochwertiger Wohnraum sein. Etliche Zweizimmerwohnungen der beiden anderen Trakte sind altersgerecht ausgestattet und eignen sich auch für häusliche Pflege.

Und auch der in Bretten vorgeschriebene Anteil für sozialen Wohnungsbau werde eingehalten, hieß es. Ein zentraler überdachter Spielplatz mit Cafe soll zum Treffpunkt für Jung und Alte werden. „Wir werden sicher auch Eigentumswohnungen verkaufen, am liebsten die schönsten im 24-geschossigen Tower”, erklärte der VBA-Geschäftsführer auf weitere Fragen aus dem Plenum.

Bau hat Potential Brettens Zukunft zu verändern

In der anschließenden Fragerunde stand das Umfeld des zukunftsweisenden Vorhabens im Fokus, das mit der Fertigstellung des Steinzeugparks auf der anderen Seite des Alexanderplatzes ein entsprechend ansprechendes Pendant hätte. Ganz anders sieht Richtung Diedelsheimer Höhe und Richtung Stadtmitte aus.

Wenn einmal ein Anfang gemacht ist, entsteht oft eine Eigendynamik, die weitere Projekt nach sich zieht.
Volker Gairing, der geschäftsführende Gesellschafter von VBA

Hier von städtebaulicher Tristesse zu sprechen, wäre nicht übertrieben. das sieht man auch bei Stadt so, doch Pläne, daran etwas zu ändern, gäbe es bislang nicht. „Wenn einmal ein Anfang gemacht ist, entsteht oft eine Eigendynamik, die weitere Projekt nach sich zieht”, gibt sich Investor Gairing optimistisch, dass auf den Bau des Melanchthon-Towers weitere Verbesserungen folgen werden.

Unansehnlich: Eine alte Villa umgeben von viel Grün steht derzeit noch auf dem Areal, auf dem das Vorhaben „ Melanchton Höhe”entstehen soll Foto: ThomasRebel

Noch in diesem Jahr sollen die Baupläne mit dem Stadtbauamt abgestimmt werden, im zweiten Halbjahr 2021 rechnet der Investor mit einer Entscheidung des Brettener Gemeinderats zum vorhabenbezogenen Bebauungsplan, Baubeginn soll dann im Jahr 2022 sein.

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