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Beton-Fertigteile eingehoben

Auf der Brücken-Baustelle der A5 bei Bruchsal geht es voran

Ein letzter großer Schritt für die Brücken-Großbaustelle der Autobahn A5 bei Bruchsal: Am Wochenende sind 20 Fertigteile eingebaut worden - mit je 45 Tonnen Gewicht.

Vier der 25 Meter langen Fertigteile mit je 45 Tonnen Gewicht liegen hier schon. Insgesamt wurden am Wochenende 20 davon an der A5 eingehoben. Foto: Armin Herberger

Auch mit Fertigteilen ist eine Autobahnbrücke nicht so schnell fertig. Einfach zusammenstecken und – wie der Name schone sagt: fertig?

Die 20 Teile, die am Samstag und Sonntag auf der Baustelle der A5 angeliefert wurden, machen die Fahrbahn Richtung Norden zwar noch nicht befahrbar, aber setzen zumindest den „Deckel“ drauf über Bahnlinie und Saalbachkanal. Es dürften die letzten großen Teile sein, die an der Großbaustelle seit 2017 verbaut werden.

Eine lange Bauzeit, die man durchaus hätte verkürzen können – allerdings nicht an einer so stark befahrenen Verkehrsachse wie die A5. „Wir hatten die Auflage, während der Bauzeit alle sechs Fahrspuren zu erhalten“, sagt Stefanie Brommer vom Regierungspräsidium Karlsruhe.

Als Projektleiterin ist sie etwa zweimal die Woche vor Ort, koordiniert sonst die Ausschreibungen, spricht sich mit Behörden oder der Bahn ab, prüft die Rechnungen. Für die Sanierung wurde wegen dieser Auflage eine Umfahrung errichtet, damit der Verkehr die Baustelle umfahren kann.

Eine Fahrspur für Sattelschlepper an der A5-Baustelle

Für zwei Tage musste jetzt allerdings doch die linke Fahrspur Richtung Süden gesperrt werden. Auf dieser Spur lieferten zehn Sattelschlepper am Samstag und nochmal so viele am Sonntag die Betonfertigteile aus Laupheim bei Ulm an. Jedes dieser Teile ist 25 Meter lang und wiegt 45 Tonnen.

Angesichts solcher Kolosse waren auf der Baustelle vergleichsweise wenige Arbeiter zugange: Neben der regulären Kolonne waren auch Fachleute der Betongießerei dabei, dazu noch die Mannschaft des Krans.

Die Brücken-Baustelle der A5 bei Bruchsal soll bis Sommer 2021 fertig sein. Foto: Armin Herberger

Denn die beiden gewöhnlichen Baukräne hatten am Wochenende Pause: Ein Schwerlastkran hob die Fertigteile von den Sattelschleppern, die auf der gesperrten Fahrspur aneinandergereiht warteten. An den äußeren Betonteilen wurden zuvor noch die Außengeländer montiert, die lediglich für die Bauzeit aus Holz gefertigt worden waren. Später sollen an der Außenseite dann die Kappen angebracht werden.

Schwerstarbeit für Schwerlastkran am Brücken-Bauwerk

Bereits am Samstagmorgen wurde die Bahnstrecke zwischen Bruchsal und Germersheim gesperrt und die Baustelle eingerichtet, der Schwerlastkran nördlich der Baulücke positioniert. Gegen Mittag wurde dann das erste Fertigteil über den Schienen eingehoben. Etwa im Stundentakt folgten die weiteren neun.

Die Betonteile wurden nebeneinander nicht direkt auf die bereits betonierten Brückenpfeiler gelegt, sondern auf eine stählerne Trägerkonstruktion. Diese werden in den nächsten Wochen dann wieder abgebaut werden, sobald die Betonteile mit den herausragenden Stahlelementen an das Bauwerk mit Beton fest verbunden sind. Darüber kommen dann auch noch diverse Betonschichten, bevor mit der Asphaltierung begonnen werden kann.

Doch am Wochenende war die ganze Aufmerksamkeit auf den Einhub gerichtet – auch nach Einbruch der Dunkelheit, weshalb die Baustelle entsprechend ausgeleuchtet wurde. Wärmer wurde es deswegen allerdings nicht: „Ich beneide niemanden, der hier nachts arbeiten muss“ fühlte Brommer mit. Nach dem Betonteil Nummer zehn galt es schließlich noch, den Kran auf die andere Seite zu bringen, damit am Sonntag die weiteren zehn Fertigteile über den Saalbachkanal eingehoben werden konnten.

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