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Aktionstag in Bruchsal

Radler lassen in Bruchsal ihre Fahrräder registrieren

Bei einer großen Fahrradaktion in Bruchsal ging es vor allem darum, für den Umstieg aufs Rad zu werben. Die Veranstalter waren überrascht, dass so viele Fahrradbegeisterte zur Albert-Schweitzer-Realschule kamen.

Fahrradaktionstag: Viele Räder wurden am Freitag in Bruchsal an der Albert-Schweitzer-Realschule codiert. Foto: Arved Oestringer

Trotz des kalten Wetters in der nicht unbedingt für das Radfahren bekannten Jahreszeit, sind einige begeisterte Radler zum Fahrradaktionstag gekommen. Inge Gantner vom Amt für Familie und Soziales und Berthold Hambsch vom Stadtplanungsamt Bruchsal hatten den Aktionstag konzeptioniert.

Das Event, das an der Albert-Schweitzer-Realschule stattfand, erwies sich als voller Erfolg, wie es vor Ort hieß.

Vertreten waren etwa das Polizeipräsidium Karlsruhe mit einem Fahrsicherheitstraining für Radanfänger, der ADFC mit einem Sicherheitscheck für den Winter und das Bruchsaler Bündnis für Familie. Inge Ganter und Berthold Hambsch zeigten sich begeistert über die rege Teilnahme.

Ziel sei es, mehr Sichtbarkeit für den Radverkehr zu schaffen und durch die Angebote für den Umstieg zum umweltfreundlichen Verkehrsmittel zu werben und zu motivieren, erklärten die beiden.

Viele Jugendliche kamen zur Aktion

Inge Ganter informierte in diesem Zusammenhang über die am Abend stattfindende Demonstration „Kidical Mass“, bei der es darum gehe mehr Sichtbarkeit für Kinder im Straßenverkehr zu schaffen. Beim Stichwort „Kinder und Jugendliche“ war Ganter besonders positiv überrascht.

„Neben den Erwachsenen waren sehr viele Jugendliche hier, mit einer derart positiven Reaktion hatten wir vorher nicht gerechnet“, berichtet er und ergänzt: „Das schreit nach einer Wiederholung.“

Dass sich auch die anwesenden Radler wieder einen solchen Tag im kommenden Jahr wünschen, war breiter Konsens. Den größten Anklang fand die Fahrradcodierungsaktion, bei dem das Fahrrad mit einem Code versehen wird, der europaweit auslesbar ist. Damit soll bei einem Diebstahl eine schnelle und eindeutige Identifizierung möglich sein, erklärte Berthold Hambsch.

Codierungsstation wird genutzt

Große Freude über den Aktionstag zeigten die in der langen Schlange vor der Codierungsstation wartenden Radfahrer. Lydia Eisemann kommentierte die Veranstaltung mit „das ist super, solche Aktionen sind Klasse.“

Man hat man immer einen Parkplatz, wenn man mit dem Rad unterwegs ist.
Lydia Eisemann, Radfahrerin

Als passionierte Radlerin fährt sie jeden Tag ungefähr mehrere Kilometer „bei Wind und Wetter“. Für sie es wichtig umweltbewusst zu sein. Außerdem „hat man immer einen Parkplatz, wenn man mit dem Rad unterwegs ist“. Mit Bruchsals Radwegen ist sie eigentlich zufrieden. Allerdings wünscht sie sich in der Zukunft mehr sogenannte Fahrradstraßen, auf in denen man dann Vorrang hat.

Bruchsaler fühlen sich auf den städtischen Radwegen sicher

Auch Anna Drexel freute sich über die Aktion. Sie war mit ihren Kindern vor allem wegen der Codierungsaktion gekommen, auch sie fühlt sich auf Bruchsals Radwegen sicher.

Johann und Edith Taube befürworten den Ausbau der Radwege. Sie sind aber der Meinung, dass man noch etwas tun müsse. Gerade an der B3 war es ohne entsprechende Infrastruktur „stellenweise gefühlt lebensgefährlich“, sagte Johann Taube.

Auch wünschten sich die beiden mehr Miteinander zwischen Radfahren, Fußgängern und Autofahrern auf den Straßen. Dabei gehe es nicht nur um die Autofahrer, sondern auch Radfahrer. Insbesondere Mountainbiker ohne Klingel sollten auf Spaziergänger achten, damit man gemeinsam vorankommt.

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