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Kultur

Fynn Baumann aus Graben-Neudorf möchte als Rapper durchstarten

Fynn Baumann aus Graben-Neudorf verfolgt einen Traum: Der 15-Jährige möchte als Rapper durchstarten. Aktuell arbeitet der Schüler an seinem ersten Album. Das könnte "Blessed" heißen und soll noch in diesem Frühjahr veröffentlicht werden.

Der 15-jährige Fynn Baumann aus Graben-Neudorf (links) möchte als Rapper durchstarten. Gemeinsam mit seinem Freund Bastian Eberhard (rechts) arbeitet er an seinem ersten Album. Foto: Manzey

Er ist gerade einmal 15 Jahre alt und hat doch schon die ersten Schritte auf dem Weg zu seinem großen Traum gemacht: Fynn Baumann aus Graben-Neudorf arbeitet aktuell an seinem ersten Album.

Der Jugendliche schreibt eigene Rap-Songs und veröffentlicht sie unter dem Künstlernamen „FLJ“ auf Streaming-Plattformen wie Spotify, Soundcloud oder Apple Music. Dabei verarbeitet er alles, was Jugendliche in ihrem Alltag so beschäftige – Themen wie Mode, Klamotten oder auch Liebe.

1.500 Leute hören regelmäßig seine Musik

Rund 1.500 monatliche Hörer hat Fynn schon auf Spotify, seine Songs werden zwischen 3.000 und 10.000 Mal gestreamt. Doch wie entsteht ein Rap-Song? Oft rappe er einfach so vor sich hin, sagt Fynn. Dann schreibe er auf, was ihm so durch den Kopf gehe.

Die meisten Texte entstehen so direkt an seinem Smartphone. Gemeinsam mit seinem Freund Bastian Eberhard nimmt er die Songs anschließend in Bastians Tonstudio auf. Seit rund einem Jahr arbeiten die beiden zusammen.

Weihnachtsferien brachten einen Kreativsschub

Am Anfang sei alles noch etwas schleppend gegangen, erzählt Fynn. Im vergangenen Jahr habe er nur vier Songs fertiggestellt. 2020 war da schon produktiver: Allein im Januar kamen neun weitere Lieder hinzu. Sie sollen auf sein erstes Album. „Blessed“ könnte der Titel sein, aber das stehe noch nicht endgültig fest, verrät Fynn. Voraussichtlich im März soll das Album veröffentlicht werden.

Der Song "Tabaluga" von Fynn Baumann zum Nachhören

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Die freie Zeit in den Weihnachtsferien habe wohl einen Kreativitätsschub ausgelöst, sagt Fynn lachend. Er will, dass seine Hörer sich gut fühlen, die Themen sollen aus ihrem Lebensalltag stammen.

Manchmal schreibe er auch noch fünf Minuten vor einer geplanten Aufnahme etwas an seinen Texten um. Es komme auch vor, dass Fynn noch beim Recording Dinge ändere, verrät Bastian schmunzelnd. Der 27-Jährige übernimmt dann das anschließende Mixing und Mastering.

15 ist nicht gleich 15

Dass er mit 15 Jahren schon so weit gekommen ist, ist auch für Fynn etwas Besonderes. Jugendliche Musiker sind an und für sich nichts Ungewöhnliches. Viele Kinder und Jugendliche machen bereits jungen Jahren Musik. Aber: „Es gibt einen Unterschied zwischen ,mit 15 Musik machen’ und ,mit 15 Musik rausbringen’“, sind sich Fynn und Bastian sicher.

Mit Gangsta-Rap hat Fynn nichts zu tun, seine Vorbilder sind Rapper wie Travis Scott und Asap Rocky. „Ich will ja nichts von einer schlimmen Vergangenheit erzählen“, sagt Fynn. Seine Songs sollen Emotionen vermitteln, sind sehr textlastig und melodisch – typisch für das Hiphop-Subgenre „Trap“, zu dem sich er sich zählt.

Bislang zwei Auftritte

Auf der Bühne fühlt sich Fynn besonders wohl, auch wenn er bislang nur zwei Auftritte hatte. Den in Hamburg hat er bei einem Like-Battle gewonnen, einem Wettbewerb für Musiker.

Vor 600 Leuten ist er in St. Pauli mit der Flavour Gang aus Hamburg aufgetreten. Bei seinem zweiten Auftritt in Innsbruck waren es immerhin 200 Zuschauer. „Wenn es Spaß macht, ist es egal, wie viele Leute vor der Bühne stehen“, ist Fynn überzeugt.

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