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Wehmütiger Abschied von einmaliger Lokal-Atmosphäre

Nur noch legendäre Geschichte: Fritz und Bettina Zorn schließen das „Guggugsnescht” in Neuenbürg

Ende einer Institution: Der beliebte Besen „Guggugsnescht” in Neuenbürg schließt für immer. Hier wurden legendäre Feste gefeiert. Corona sorgte letztlich für das Ende.

Bei Wein und Gesang: Das Gesellige gehörte in der Besenwirtschaft Guggugsnescht von Fritz und Bettina Zorn (hinten) einfach dazu. In Zukunft wird der Gastraum in Kraichtal-Neuenbürg aber leer bleiben. Foto: Fritz Zorn

Wenn der Abend später wurde und die Leute im Guggugsnescht heiterer, dann kam unweigerlich dieselbe Frage auf: „Fritz, wann holst du endlich dein Alphorn raus?”, hieß es aus den Reihen der Gäste.

Und weil es tatsächlich mehr eine Aufforderung als eine Frage war und Fritz Zorn nicht nur ein begnadeter Unterhalter, sondern auch ein fürsorglicher Gastwirt war, holte er (nicht ganz uneigennützig) das Alphorn eben heraus. Und wenn die Luft ausging, stimmte der 71-Jährige die Lieder selbst an und betätigte den Schellenbaum im Takt.

Seine Frau Bettina, mit der er seit 1984 die Besenwirtschaft in der Neuenbürger Professor-Hubbuch-Straße betreibt, begleitete den dann vielstimmigen Chor aus dem Gastraum mit der Gitarre. Ob Volkslieder, der „Brusler Dorscht”, Country Roads oder das Badnerlied – im Guguggnescht wurde nach zwei Vierteln Wein jeder Singmuffel zum Teil des Chors. Eigentlich muss man es erlebt haben, um diese besondere Neuenbürger Atmosphäre zu verstehen.

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